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Was ist Dogsharing überhaupt?

Viele können mit dem Begriff Dogsharing nichts anfangen oder haben nur eine grobe Vorstellung, was dieses Konzept mit sich bringt. Der Trend entstammt der Sharing-Economy, wobei man hier keine Gegenstände oder Essen teilt sondern die Aufsicht für einen felligen Vierbeiner übernimmt. Damit ist das Dogsharing kaum mit anderen Sharing-Konzepten zu vergleichen.

Kurz gesagt: Dogsharing ist eine Community von Hundefreunden für Hundefreunde. Es steckt jedoch mehr dahinter, als nur eine Gemeinschaft, in der man gegenseitig auf Hunde aufpasst oder Infos über Vierbeiner austauscht.

Beim Dogsharing Prinzip steht ganz klar das Wohl des Hundes im Vordergrund! Sobald der Hund nicht vom Dogsharing profitieren kann, sollte dahingehend auch nichts erzwungen werden. Nicht alle Vierbeiner sind fürs Dogsharing geeignet, dazu aber später mehr.

Fangen wir am besten mit dem ein oder anderen Beispiel an: Ihr könnt euch beim Dogsharing z.B. als Hundehalter jemanden suchen, der sich nachmittags für ein paar Stunden um eure Fellnase kümmert, weil ihr arbeiten müsst.

Ihr könnt allerdings andersherum ebenso als Hundefreund ohne eigenen Vierbeiner nach Hundehaltern in der Umgebung suchen, dessen Lieblinge ihr zeitweise beschäftigen könnt.

Unserer Vorstellung nach reicht Dogsharing aber noch ein viel weiter. Das Ziel ist es nicht nur einzelne Personen durch ihre Hunde zu vereinen, sondern auch eine weiterreichende Community zu schaffen. Sharing is caring, von daher liegt es nahe, dass man sich auch in Gruppen verabredet, Erfahrungen austauscht, Freundschaften schließt und z.B. hin und wieder gemeinsam spazieren geht.

Dogsharing- eine Win-Win-Win Situation

Kein Hundebesitzer lässt seinen Liebling gerne über längere Zeiträume alleine. Vielen Arbeitstätigen bleibt jedoch kaum eine andere Option übrig. Es gibt Möglichkeiten, wie z.B. Hundetagesstätten, womit allerdings wiederum recht hohe Kosten verbunden sind. Eine regelmäßige halbtägige Betreuung kann z.B. in Berlin monatlich schon mal um die 500€ kosten.

Und damit zum ersten großen Vorteil von Dogsharing: es ist kostenlos! Beim Dogsharing zahlt ihr für die Betreuung eurer Fellnase nichts. Der Sharing-Gedanke und das Wohl des Hundes stehen im Vordergrund, deswegen sollten finanzielle Aspekte beim Dogsharing keine Rolle spielen.

Uuund weiter geht`s zum zweiten großen Vorteil: Ein zweites Herrchen oder Frauchen bedeutet z.B. auch mehr Kuscheleinheiten, Aufmerksamkeit und Auslauf! Davon profitiert nicht nur der Vierbeiner, sondern auch der Hundefreund an seiner Seite. Das Miteinander von Tier und Mensch wird dabei besonders gefördert.

Aber auch die gegenseitige Hilfe von Hundefreund zu Hundefreund wird dadurch geprägt. So ungern ein Herrchen oder Frauchen seinen Vierbeiner alleine lässt, so gerne kümmert sich z.B. ein anderer Tierfreund um die Fellnase. So kann also jeder vom Dogsharing profitieren.

  1. Der Hund: mehr Auslauf/ mehr Aufmerksamkeit/ mehr Liebe
  2. Hundebesitzer: Weiß sein Hund ist in guten Händen/Finanzielle Erleichterung/Urlaub
  3. Hundefreund: Zeit mit dem Hund

Was gibt es zu beachten?

Oberste Regel: Das Wohl des Hundes hat immer Priorität! Man sollte lieber auf das Konzept verzichten, wenn man merkt, dass der Hund damit nicht klar kommt oder darunter leidet.

Gute Absprache zwischen den Herrchen bzw. Frauchen ist das A und O. Es ist beispielsweise wichtig, dass für den Hund immer die gleichen Regeln gelten.

Die rechtliche Lage sollte von beiden Seiten geklärt werden. Egal welches Dogsharing-Konzept ins Auge gefasst wird: Immer vorher bei der Versicherung nachfragen und die Rechtslage klären.

Ist Dogsharing etwas für meinen Hund?

Diese Frage lässt sich nicht einfach mit “Ja” oder “Nein” beantworten. Wie Menschen sind Hunde individuelle Wesen mit eigenem Charakter. Jeder Hund reagiert anders, wenn es darum geht, sich anderen anzuvertrauen.

An erster Stelle gilt aber stets: Der Hund muss sich wohl fühlen!

Probiert es aus, ihr werdet positiv überrascht sein und bestimmt eine tolle Erfahrung mit Dogsharing machen!