dogsharingENApp laden

Hundebetreuung in Kiel: Dogsharing statt Hundesitter

In Kiel findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Stadtteil, der regelmäßig mit deinem Hund an den Strand geht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. Das Landeshundegesetz klingt fast wie eine Beschreibung davon: Den Hund weiterzugeben ist erlaubt – an Menschen, die ihn sicher führen können.

Für iPhone und Android

So geht's

Dogsharing in Kiel: so fängt es an

Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.

  1. Profil anlegen

    Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.

  2. Nachbarschaft ansehen

    Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.

  3. Kennenlernen

    Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.

  4. Betreuung planen

    Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.

Patzo kostenlos laden

Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.

Warum Dogsharing in Kiel gut funktioniert

Das Hundegesetz enthält einen Satz, der fast wie eine Beschreibung von Dogsharing klingt: Eine Halterin darf ihren Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, den Hund sicher zu führen.

Das ist kein Verbot, sondern eine Anforderung – und sie beschreibt genau den Unterschied zwischen einer anonymen Buchung und einer Beziehung, die über Wochen wächst. „Gewähr bieten“ kann jemand, den man kennt: Man lernt sich kennen, geht erst zusammen, dann allein.

Für die zweite Seite ist der Einstieg damit auch formal frei: Schleswig-Holstein verlangt für gewöhnliche Hunde gar keine Sachkundeprüfung – weder von Halter:innen noch von der Person, die mit dem Hund rausgeht. Sie ist freiwillig und halbiert in Kiel nur die Steuer. Wer erst herausfinden will, ob ein Hund ins eigene Leben passt, kann also genau das tun.

Und es kostet nichts, weil beide Seiten etwas davon haben: Dein Hund bekommt die Runde, die ein langer Arbeitstag nicht hergibt, und die andere Person bekommt regelmäßig Zeit mit einem Hund, ohne Steuer, ohne Anschaffung, ohne Verpflichtung über zwölf Jahre.

Kiel macht es dafür leicht: Von Oktober bis März sind die Strände Freilaufzone, dazu kommen 19 ausgewiesene Flächen mit festen Zeiten. Wer aus demselben Stadtteil kommt, weiß, welche davon gerade die richtige ist.

Gassi gehen in Kiel – ohne eigenen Hund

Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.

Kiel gehört zu den schönsten Städten dafür. Der Förde-Uferweg zieht sich über die halbe Stadt, Falckenstein und Schilksee liegen an der offenen Ostsee, das Projensdorfer Gehölz und das Vieburger Gehölz sind Wald mitten im Stadtgebiet, und der Schrevenpark hat die einzige eingezäunte Auslauffläche.

Was du dabei wissen solltest: Im Wald bleibt die Leine dran, und du darfst nur auf den Wegen gehen – das ist die Regel, die am ehesten schiefgeht. Der Strand zwischen Falckenstein und Schilksee ist nur vom 1. Oktober bis 31. März Freilaufzone. Prüf, ob Steuermarke und Kennzeichnung am Halsband sind: In Schleswig-Holstein braucht der Hund außerhalb des Grundstücks beides. Und für Bus, Bahn oder Fähre braucht er eine Kinderfahrkarte.

Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Stadtteil ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Kiel mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.

Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest

Welche der 19 Flächen ist eure? Die Stadt beschreibt sie mit Teilstücken und Grenzen, und einige haben Zeitfenster. Schaut die passende gemeinsam nach, statt euch auf „irgendwo im Park“ zu verlassen.

Sind Steuermarke und Halsband-Kennzeichnung dran? In Kiel sind das zwei getrennte Pflichten, und beide gelten, sobald der Hund die Wohnung verlässt.

Die Haftpflichtversicherung. In Schleswig-Holstein ist sie für gewöhnliche Hunde nur eine Soll-Vorschrift – es gibt sie also nicht automatisch. Fragt danach, und wenn es eine gibt, ob sie auch greift, wenn eine andere Person den Hund führt.

Wie ist der Hund am Wasser? Kiel ist eine Stadt am Wasser, und im Winterhalbjahr wird der Strand zur Hauptrunde. Schwimmt er, friert er, jagt er Wasservögel? Die Stadt bittet ausdrücklich darum, an Schilfgürteln kurz anzuleinen.

Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:

Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.

Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.

Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.

Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.

Hundehaltung in Kiel: was hinter den Zahlen steht

Zwei Kieler Regeln kennt man aus anderen Städten so nicht – und die eine ist eine gute Nachricht, die andere nicht.

Die gute: Vom 1. Oktober bis zum 31. März ist der Strand zwischen Falckenstein und Schilksee Freilaufzone. Dazu kommt der Hundestrand Falckenstein rund um die Straße Scheidekoppel, der ganzjährig gilt. Kilometer Ostseestrand ohne Leine sind ein Angebot, das keine Binnenstadt machen kann.

Die überraschende: Im Wald gilt die Leine. Und nicht nur das – man darf sich dort ausschließlich auf den Waldwegen bewegen. Wer aus Nordrhein-Westfalen kommt, hat die Regel andersherum gelernt: Dort ist der Waldweg gerade der Ort, an dem der Hund frei laufen darf. In Schleswig-Holstein macht das Zusammenspiel von Hundegesetz und Landeswaldgesetz daraus eine doppelte Beschränkung.

Dazwischen liegen 19 ausgewiesene Auslaufflächen, alle namentlich benannt und mit erstaunlicher Präzision abgegrenzt – „Teilstück zwischen Krusenrotter Weg und Hornheimer Weg“, „Fläche mit Ausnahme des Hangbereichs“. Zwei haben sogar Zeitfenster: Die Moorteichwiese ist werktags von 8 bis 14 Uhr ausgenommen, die Krusenkoppel während der Kieler Woche eingeschränkt. Eingezäunt ist genau eine – der Auslauf im Schrevenpark.

Bei der Steuer liegt Kiel mit 150 € seit dem 1. Januar 2025 im oberen Mittelfeld, und die Staffelung ist steil: 225 € für den zweiten, 285 € für jeden weiteren. Dafür gibt es einen Hebel, den kaum eine andere Stadt anbietet: Wer den Sachkundenachweis nach § 4 HundeG macht, zahlt drei Jahre lang nur die Hälfte. In Schleswig-Holstein ist diese Prüfung für gewöhnliche Halterinnen und Halter freiwillig – Kiel belohnt sie trotzdem.

Landesrechtlich fällt noch zweierlei auf: Der Mikrochip ist ab drei Monaten Pflicht, die Haftpflichtversicherung dagegen nur eine Soll-Vorschrift (500.000 € / 250.000 €). Und eine Rasseliste gibt es nicht – gefährlich ist in Schleswig-Holstein nur, wer auffällig geworden ist.

Regeln & Kosten

Hundesteuer, Leinenpflicht und Freilauf in Kiel

Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Schleswig-Holstein. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.

Hundesteuer

150 € für einen Hund – halbiert, wenn du den Sachkundenachweis machst

Erster Hund
150 € pro Jahr
Zweiter Hund
225 € pro Jahr
Jeder weitere
285 € pro Jahr
Tierheim Kiel
24 Monate steuerfrei

Seit dem 1. Januar 2025 gelten 150 € für den ersten Hund, 225 € für den zweiten und 285 € für jeden weiteren. Ältere Angaben im Netz nennen noch 126 / 177 / 213 € – die sind überholt. Gezahlt wird vierteljährlich zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Interessant ist die Ermäßigungsseite: Wer die Sachkunde nach § 4 des Hundegesetzes durch einen Sachkundenachweis belegt, zahlt für den ersten Hund nur die Hälfte – befristet auf drei Jahre. Denselben halben Satz gibt es für Inhaberinnen und Inhaber des Kiel-Passes sowie für geprüfte Melde-, Sanitäts-, Schutz-, Fährten- und Rettungshunde und für zertifizierte Therapiehunde. Ein Hund, der dauerhaft im Tierheim Kiel untergebracht war, ist 24 Monate lang steuerfrei – einmal je Haushalt in fünf Jahren. Angemeldet und abgemeldet wird innerhalb von 14 Tagen; eine neue Hundemarke bei Verlust ist gebührenfrei.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel, Hundesteuer bezahlen

Pflichten

Chip ab drei Monaten Pflicht – und der Hund darf nur an geeignete Personen übergeben werden

Mikrochip
Pflicht ab 3 Monaten
Haftpflicht
Soll-Vorschrift, 500.000 € / 250.000 €
Sachkunde
freiwillig, halbiert die Steuer
Listenhunde
gibt es nicht

Schleswig-Holstein verlangt für jeden Hund über drei Monate eine Kennzeichnung per Transponder. Die Haftpflichtversicherung ist als Soll-Vorschrift formuliert – 500.000 € für Personen- und 250.000 € für Sachschäden – und wird erst für als gefährlich eingestufte Hunde zur harten Pflicht. Eine Rasseliste kennt das Land nicht: Gefährlich ist ein Hund nur, wenn er auffällig geworden ist. Die Sachkundeprüfung ist für gewöhnliche Halterinnen und Halter freiwillig, halbiert in Kiel aber die Steuer. Für das Dogsharing entscheidend ist ein Satz aus dem Hundegesetz: Eine Halterin oder ein Halter darf den Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, ihn sicher zu führen. Außerdem braucht der Hund außerhalb des befriedeten Besitztums ein Halsband mit einer Kennzeichnung, über die sich die Halterin ermitteln lässt – zusätzlich zur Steuermarke, die bei jedem Verlassen der Wohnung anzulegen ist. Bußgelder reichen bis 10.000 €.

Quelle: Land Schleswig-Holstein, Private Hundehaltung

Leinenpflicht

Im Wald gilt die Leine – und du darfst dort nur auf den Waldwegen gehen

Wälder
anleinen, nur auf Waldwegen
Umfriedete Grünanlagen
anleinen
Friedhöfe und Sportanlagen
anleinen
Bus, Bahn, Fähre
anleinen

Das Hundegesetz zählt die Leinenbereiche einzeln auf: öffentliche Versammlungen, Aufzüge, Volksfeste und Veranstaltungen mit Menschenansammlungen; Zuwege, Treppenhäuser, Aufzüge und Flure von Mehrfamilienhäusern; Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereiche und Straßen mit vergleichbarem Publikumsverkehr; der Allgemeinheit zugängliche umfriedete oder anderweitig begrenzte Park-, Garten- und Grünanlagen – ausgenommen die ausgewiesenen Hundeauslaufgebiete; Tiergehege, Sportanlagen, Zelt- und Campingplätze, Friedhöfe, Märkte und Messen, öffentliche Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel. Und dann der Punkt, der Zugezogene aus dem Westen überrascht: in Wäldern, und dort nur auf den Waldwegen. Wo Nordrhein-Westfalen den Waldweg als Freilaufraum behandelt, macht das Waldgesetz für Schleswig-Holstein daraus eine doppelte Beschränkung – Leine, und runter vom Weg gar nicht erst. Welche Grünanlagen gemeint sind, definiert die Grünflächensatzung der Stadt.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel, Mit dem Hund in der Stadt

Freilauf

19 ausgewiesene Auslaufflächen – plus der Winterstrand zwischen Falckenstein und Schilksee

Auslaufflächen
19
Eingezäunt
nur Schrevenpark
Hundestrand
Falckenstein, ganzjährig
Strand-Freilaufzone
1. Oktober bis 31. März

Kiel benennt seine 19 Auslaufflächen einzeln und beschildert sie zusätzlich vor Ort – darunter die Olympiawiesen in Schilksee, das Projensdorfer Gehölz, der Diederichsenpark, die Krusenkoppel, der Schützenpark, das Vieburger Gehölz, der Volkspark, der Stadtrat-Hahn-Park und der Sport- und Begegnungspark Gaarden. Viele sind Teilflächen mit genau beschriebenen Grenzen, manche haben Zeitfenster: Die Moorteichwiese ist montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr ausgenommen, die Krusenkoppel während der Kieler Woche eingeschränkt. Eingezäunt ist nur eine einzige Fläche, der Hundeauslauf im Schrevenpark gegenüber den Stadtwerken – alle anderen teilen sich den Platz mit Erholungssuchenden. Dazu kommt die Küste: der Hundestrand Falckenstein rund um die Straße Scheidekoppel, und vom 1. Oktober bis zum 31. März eine Freilaufzone am Strand zwischen Falckenstein und Schilksee. Von April bis September gilt dort die Beschilderung.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel, Hunde-Auslaufflächen

Bus, Bahn und Fähre

Im SH-Tarif braucht der Hund eine Kinderfahrkarte – auch auf der Fähre

Ticket
Einzelkarte Kind
Gilt auch für
die Kieler Fördeschifffahrt
Im Behälter
nur in der Bahn kostenlos
Zeitkarten
Mitnahmeregelung gilt nicht

Im Schleswig-Holstein-Tarif ist für jeden Hund eine Einzelkarte Kind der entsprechenden Preisstufe zu lösen – in Bussen, Bahnen und ausdrücklich auch auf den Fähren der Kieler Förde. Kostenlos reisen kleine, harmlose Tiere bis Hauskatzengröße in einem geschlossenen Behälter, aber nur im Bahnverkehr. Mit einem Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen B oder BL fahren der Hund und eine Begleitperson kostenlos. Wichtig für Vielfahrende: Die Mitnahmeregelungen von Monatskarten, 12-Monats-Abos am Wochenende und Semestertickets gelten nicht für Hunde – anders als etwa in Mannheim, wo ein Hund statt einer Person mitgenommen werden kann. Im Fahrzeug gilt nach dem Hundegesetz ohnehin Leinenpflicht.

Quelle: KVG Kiel, SH-Tarif und Verkehrsverbund Region Kiel

Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.

Vor Ort

Wo Hunde in Kiel frei laufen dürfen

Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.

  • Hundestrand Falckenstein

    Friedrichsort, an der Straße Scheidekoppel

    Das Teilstück 100 m nördlich und 250 m südlich der Scheidekoppel ist ganzjährig Auslauffläche. Der einzige Ort in Kiel, an dem Freilauf und Ostsee zusammenkommen.

  • Strand zwischen Falckenstein und Schilksee

    Nördliches Kiel

    Vom 1. Oktober bis 31. März Freilaufzone auf ganzer Länge – die großzügigste Fläche der Stadt, aber nur im Winterhalbjahr. Von April bis September gilt die Beschilderung vor Ort.

  • Hundeauslauf Schrevenpark

    Schreventeich, gegenüber den Stadtwerken

    Die einzige eingezäunte Fläche in Kiel. Für einen Hund ohne verlässlichen Rückruf oder in den ersten gemeinsamen Wochen die realistischste Adresse.

  • Projensdorfer Gehölz

    Zwischen Ernst-Barlach-Gymnasium, Am Tannenberg und Bahnlinie

    Waldiges Teilstück im Norden mit ausgewiesener Auslauffläche. Achtung: Im übrigen Wald gilt in Schleswig-Holstein die Leine, und man darf nur auf den Wegen gehen.

  • Krusenkoppel und Diederichsenpark

    Düsternbrook, an der Förde

    Zwei zentrale Parkflächen mit Blick auf die Förde. In der Krusenkoppel gilt der Freilauf im oberen Hangbereich und ist während der Kieler Woche eingeschränkt.

FAQ

Häufige Fragen zu Dogsharing in Kiel

Was kostet Hundebetreuung in Kiel?

Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung liegt üblicherweise bei 15 bis 25 € pro Gassirunde; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie hoch ist die Hundesteuer in Kiel?

150 € pro Jahr für den ersten Hund, 225 € für den zweiten und 285 € für jeden weiteren – so seit dem 1. Januar 2025. Ältere Angaben mit 126 € sind überholt. Halbiert wird der Satz auf Antrag unter anderem für Inhaberinnen und Inhaber des Kiel-Passes und für alle, die den Sachkundenachweis nach § 4 HundeG erbringen; letzteres gilt drei Jahre lang und für den ersten Hund. Ein Hund aus dem Tierheim Kiel ist 24 Monate steuerfrei.

Wo darf mein Hund in Kiel ohne Leine laufen?

Auf den 19 ausgewiesenen Hundeauslaufflächen, auf dem Hundestrand Falckenstein und – von 1. Oktober bis 31. März – am Strand zwischen Falckenstein und Schilksee. Eingezäunt ist davon nur der Auslauf im Schrevenpark. Überall sonst gilt die Leine: in umfriedeten Grünanlagen, Fußgängerzonen, auf Friedhöfen, in Sportanlagen, in Bus, Bahn und Fähre – und im Wald, wo du zusätzlich nur auf den Waldwegen gehen darfst.

Darf mein Hund in Kiel im Wald frei laufen?

Nein. In Schleswig-Holstein sind Hunde in Wäldern anzuleinen, und man darf sich dort nur auf den Waldwegen bewegen. Das ist genau umgekehrt zu Nordrhein-Westfalen, wo der Waldweg der klassische Freilaufraum ist. Grundlage sind das Hundegesetz und das Waldgesetz für das Land Schleswig-Holstein.

Ich möchte in Kiel mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?

Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Stadtteil und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. Kiel ist dafür ungewöhnlich gut gelegen: die Förde auf ganzer Stadtlänge, 19 Auslaufflächen und im Winterhalbjahr kilometerweit Strand ohne Leine.

Kann ich in Kiel einen Hund ausleihen oder mieten?

„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Das Hundegesetz sagt das sogar ausdrücklich – überlassen werden darf ein Hund nur Personen, die die Gewähr bieten, ihn sicher zu führen. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft: erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie finde ich in Kiel einen Hundesitter?

Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde ab, meist 15 bis 25 €, und sie sitzen selten in genau deinem Stadtteil. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Kiel in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.

Gassi gehen im Tierheim Kiel oder Dogsharing – was ist der Unterschied?

Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.

Loslegen

Schau, wer in Kiel schon dabei ist

Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.

Patzo kostenlos laden

Für iPhone und Android