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Hundebetreuung in Österreich: Dogsharing statt Hundesitter

Mit der Patzo App findest du in Österreich jemanden aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du unterwegs bist, ohne selbst einen zu halten. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. Den Sachkundenachweis, den Österreich seit Juli 2026 verlangt, braucht nur, wer einen Hund hält – für die gemeinsame Runde brauchst du ihn nicht.

Für iPhone und Android

So geht's

Dogsharing in Österreich: so fängt es an

Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.

  1. Profil anlegen

    Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.

  2. Nachbarschaft ansehen

    Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.

  3. Kennenlernen

    Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.

  4. Betreuung planen

    Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.

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Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.

Der Überblick

Was in Österreich überall gilt

Diese Punkte gelten unabhängig davon, wo in Österreich du wohnst. Alles, was sich je nach Bundesland und Stadt unterscheidet, steht darunter.

Was bundesweit gilt

Mindestens einmal täglich Auslauf, mindestens zweimal täglich Sozialkontakt mit Menschen

Auslauf
mind. einmal täglich
Sozialkontakt mit Menschen
mind. zweimal täglich
In der Wohnung gehalten
mehrmals täglich ins Freie
Welpen
erst ab acht Wochen vom Muttertier

Die 2. Tierhaltungsverordnung setzt in Anlage 1 den Mindeststandard für ganz Österreich – und sie ist konkreter als das deutsche Pendant. Hunden muss mindestens einmal täglich, ihrem Bewegungsbedürfnis entsprechend, ausreichend Gelegenheit zum Auslauf gegeben werden; Hunde, die vorwiegend in Wohnungen gehalten werden, müssen mehrmals täglich ins Freie können; und mindestens zwei Mal täglich ist Sozialkontakt mit Menschen zu gewähren. Das sind keine Empfehlungen, sondern Mindestanforderungen – und für jemanden, der lange arbeitet oder weit pendelt, sind sie an manchen Tagen allein schwer zu erfüllen.

Quelle: 2. Tierhaltungsverordnung, Anlage 1 (RIS)

Sachkundenachweis

Seit 1. Juli 2026 bundesweit Pflicht – für alle, die zum ersten Mal einen Hund halten

Theorie
mind. 4 Stunden, vor der Anschaffung
Praxis mit dem Hund
2 Stunden, binnen eines Jahres
Gilt für
Ersthaltende ab 1.7.2026
Fürs Gassigehen
nicht erforderlich

Bis Mitte 2026 hatte fast jedes Bundesland seine eigene Sachkundepflicht – von zwei Kursstunden in Salzburg über drei in Niederösterreich bis zu gar keiner in Vorarlberg. Seit dem 1. Juli 2026 gilt darüber ein bundesweiter Mindeststandard: vier Stunden Theorie im eigenen Bundesland vor der Anschaffung, dazu zwei Stunden Praxis gemeinsam mit dem Hund binnen eines Jahres. Die Landesregeln bleiben daneben bestehen, wo sie weiter gehen. Wichtig für alle, die Zeit mit einem fremden Hund verbringen: Der Nachweis knüpft am Halten an, nicht am Führen – eine gemeinsame Runde löst ihn nicht aus.

Quelle: Sozialministerium, Sachkundenachweis für Tierhalter:innen ab Juli 2026

Hundeabgabe

Zwischen 40 € und 136,80 € – und in Graz gar nichts

Günstigste Stadt hier
Villach, 40 €
Teuerste Stadt hier
Innsbruck, 136,80 €
Ohne Abgabe
Graz, seit 1.1.2019
Wer entscheidet
Land und Gemeinde

Die Hundeabgabe liegt in Österreich deutlich unter den deutschen Sätzen – St. Pölten verlangt 45 €, Wels 44 €, Linz 54 €, wo eine mittlere deutsche Großstadt bei 120 bis 150 € liegt. Graz hat sie zum 1. Januar 2019 ganz abgeschafft und verlangt seitdem auch keine Meldung beim Magistrat mehr. In Bewegung ist sie trotzdem: Innsbruck hob sie zum 1. Januar 2026 von 99,96 € auf 136,80 € an, und Wien vereinheitlicht ab 1. Januar 2027 auf 120 € je Hund. Anders als in Deutschland rechnen mehrere Städte monatsgenau ab – in Salzburg ein Zwölftel je angefangenem Monat.

Jede Zahl steht mit ihrer amtlichen Quelle auf der Seite der jeweiligen Stadt.

Haftpflicht

725.000 € Mindestdeckung – aber nicht in jedem Bundesland

Übliche Mindestsumme
725.000 €
Pflicht in
Wien, NÖ, OÖ, Salzburg, Steiermark, Tirol
Keine Landespflicht
Kärnten
Nur für Listenhunde
Vorarlberg

Wo eine Haftpflicht vorgeschrieben ist, liegt die Mindestdeckung in Österreich fast überall bei denselben 725.000 € – eine Einheitlichkeit, die Deutschland nicht kennt. Niederösterreich verlangt sie ausdrücklich pro Hund. Zwei Bundesländer verlangen sie gar nicht: In Kärnten gibt es keine landesrechtliche Versicherungspflicht, in Vorarlberg nur für Listenhunde. Für zwei Menschen, die sich einen Hund teilen, ist das die eine Frage, die sich zu Beginn stellt – in Klagenfurt, Villach und Dornbirn ist die Versicherung nicht selbstverständlich vorhanden.

Je Bundesland mit der amtlichen Quelle belegt – siehe die Abschnitte weiter unten.

Leine oder Maulkorb

Das Wahlrecht – eines von beidem genügt, und das gibt es in Deutschland nicht

Im Ortsgebiet
Leine oder Maulkorb
In Parks
meist zwingend die Leine
Bei Menschenmengen
oft beides zugleich
Auf Hundewiesen
weder noch

Das ist der auffälligste Unterschied zum deutschen Recht. An öffentlichen Orten im Ortsgebiet verlangen die österreichischen Landesgesetze in der Regel Leine oder Maulkorb – welches von beidem, entscheidest du. In Parkanlagen kippt es fast überall zur Leine, und an besonders belebten Orten, in Öffis, an Schulen und Spielplätzen wird oft beides zugleich verlangt. Dornbirn staffelt sogar dreifach: Zutrittsverbot, Leinenpflicht und ein reines Freilaufverbot als eigene Stufe. Neu und leicht zu übersehen: In Kärnten gilt seit Oktober 2025 im Jagdgebiet außerhalb des Ortsgebiets ganzjährig die Leine, Tag und Nacht.

Je Stadt mit der amtlichen Quelle belegt – auf der Seite der jeweiligen Stadt.

Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.

Städte

Dogsharing in 10 Städten

Was in deiner Stadt gilt, steht auf ihrer Seite: Hundesteuer, Leinenregeln, Auslaufflächen und Nahverkehr. Was darüber gilt – Haftpflicht, Sachkunde, Chip – entscheidet das Bundesland.

Wien

Haftpflicht
alle Hunde, mind. 725.000 €
Sachkunde
Pflicht, wenn zwei Jahre kein Hund
Chip & Register
alle Hunde, binnen eines Monats

Mit Jahreskarte fährt ein Hund gratis mit – Maulkorb und Leine sind in den Öffis vorgeschrieben. Der Hundeführschein für Listenhunde gilt in Wien auch für das bloße Führen des Hundes, nicht nur für das Halten.

Quelle: Stadt Wien, Hunde in Wien (PDF)

  • Wien

    Wien reguliert die Hundehaltung strenger als jede deutsche Großstadt – dafür gibt es 193 Hundezonen, mehr als in jeder anderen Stadt im deutschsprachigen Raum. Und wer die Stadthund-Prüfung besteht, zahlt ein Jahr lang keine Abgabe.

Niederösterreich

Haftpflicht
alle Hunde, mind. 725.000 € pro Hund
Sachkunde
NÖ Hundepass, einmal im Leben
Chip & Register
alle Hunde, Heimtierdatenbank

Das NÖ Hundehaltegesetz gilt seit 1. Juni 2023. Der Hundepass umfasst eine Stunde bei der Tierärztin und zwei Stunden bei einer Fachperson, ist einmal im Leben zu machen und binnen sechs Monaten nachreichbar. Außerdem gilt eine Obergrenze von fünf Hunden je Haushalt.

Quelle: Land Niederösterreich, NÖ Hundehaltegesetz und Sachkundeverordnung

  • St. Pölten

    Das niederösterreichische Hundegesetz setzt voraus, dass ein Hund auch mal in andere Hände kommt – es verlangt nur, dass die Halterin sich vorher ein Bild macht. In St. Pölten stehen dafür zwei eingezäunte Hundezonen bereit.

Oberösterreich

Haftpflicht
alle Hunde, mind. 725.000 €
Sachkunde
vor der Anschaffung, mit Prüfung
Chip & Register
alle Hunde, Heimtierdatenbank

Die Sachkunde muss hier schon vor der Anschaffung abgelegt sein, mit Prüfung. Gemeldet wird binnen fünf Werktagen, abgabepflichtig ist der Hund ab zwölf Wochen.

Quelle: Stadt Linz, Anmeldung eines Hundes

  • Linz

    Oberösterreich verlangt die Sachkunde-Ausbildung, bevor der Hund überhaupt einzieht. Wer erst einmal herausfinden möchte, ob ein Hund zum eigenen Leben passt, findet in Linz 14 Freilaufflächen – und Menschen, die ihren teilen.

  • Wels

    In Wels ist immer eines von beidem Pflicht: Leine oder Maulkorb. Ganz ohne darf der Hund nur in den eingezäunten Freilaufzonen laufen – die vierte davon öffnet am 24. August 2026 im Volksgarten.

Salzburg

Haftpflicht
alle Hunde, mind. 725.000 €
Sachkunde
mind. 2 Kursstunden
Chip & Register
alle Hunde, binnen eines Monats

Ohne Sachkundenachweis und Versicherungsnachweis gibt es keine Anmeldung. Für gefährliche Hunde sind es zehn Kursstunden plus Praxisteil. Die Abgabe wird monatsgenau berechnet.

Quelle: Stadt Salzburg, Hunde – Registrierung, An- und Abmeldung, Hundesteuer

  • Salzburg

    In Salzburg genügt eines von beidem: Leine oder Maulkorb. Ganz ohne darf der Hund nur auf sechs eingezäunten Flächen laufen – eine davon liegt im Park von Hellbrunn.

Steiermark

Haftpflicht
alle Hunde, mind. 725.000 €
Sachkunde
Hundekundenachweis binnen eines Jahres
Chip & Register
alle Hunde, Heimtierdatenbank

Den Hundekundenachweis braucht, wer in den letzten fünf Jahren keinen Hund gehalten hat. An öffentlichen Orten gilt Leine oder Maulkorb, in Parkanlagen immer die Leine – und Graz erhebt seit 2019 überhaupt keine Hundeabgabe mehr.

Quelle: Steiermärkisches Landes-Sicherheitsgesetz, § 3b (RIS)

  • Graz

    In Graz kostet ein Hund keine Abgabe – die Stadt hat sie 2019 komplett abgeschafft. Dafür sind Haftpflicht und Hundekundenachweis Pflicht, und frei laufen darf der Hund auf 17 eingezäunten Wiesen.

Tirol

Haftpflicht
alle Hunde, Nachweis binnen einer Woche
Sachkunde
theoretischer Kurs vor der Anschaffung
Chip & Register
alle Hunde, binnen eines Monats

Hunde fahren im Verkehrsverbund Tirol kostenlos – mit Leine und Maulkorb. Innsbruck hob die Hundesteuer zum 1. Januar 2026 von 99,96 € auf 136,80 € an und schaffte die Steuermarke ab.

Quelle: Stadt Innsbruck, Alles zum Thema Hund

  • Innsbruck

    Innsbruck hat sieben Hundewiesen, alle mit festen Öffnungszeiten. Und von Oktober bis März darf der Hund auf den abgeernteten Feldern rund um die Stadt frei laufen – sobald es wieder wächst, ist damit Schluss.

Kärnten

Haftpflicht
keine Landespflicht
Sachkunde
Pflicht seit 1. Juli 2026
Chip & Register
alle Hunde, Heimtierdatenbank

Eines der beiden Bundesländer ohne Versicherungspflicht – hier ist eine Haftpflicht also eine Entscheidung und keine Selbstverständlichkeit. Seit 29. Oktober 2025 gilt im Jagdgebiet außerhalb des Ortsgebiets ganzjährig die Leine, Tag und Nacht; Junghunde bis zwölf Monate und sachkundige Halterinnen sind ausgenommen.

Quelle: Land Kärnten, Sachkundenachweis

  • Klagenfurt

    Seit Herbst 2025 gehört der Hund in Kärntens Jagdgebieten ganzjährig an die Leine; aus einer Saisonregel wurde eine Dauerregel. In der Stadt selbst ist es entspannter – dort genügt eines von beidem, Leine oder Maulkorb.

  • Villach

    Villach hat zwei ausgewiesene Hundebadeplätze, am Silbersee und am Ausfluss des Ossiacher Sees, und über das Stadtgebiet verteilt 177 Gassimaten. Auf Hunde ist man hier eingestellt.

Vorarlberg

Haftpflicht
nur für Listenhunde
Sachkunde
die bundesweite, seit 1.7.2026
Chip & Register
alle Hunde, Heimtierdatenbank

Das Land verlangt selbst keine Sachkunde und keine allgemeine Haftpflicht – hier greift seit Juli 2026 allein der bundesweite Mindeststandard. Dafür fahren Hunde seit 1. Juni 2026 in ganz Vorarlberg kostenlos mit, und die Gemeinden regeln Leine und Maulkorb selbst.

Quelle: Stadt Dornbirn, Hundehaltung

  • Dornbirn

    In Vorarlberg fährt der Hund seit Juni 2026 kostenlos in Bus und Bahn. Und Dornbirns Hundeverordnung meint ausdrücklich auch die Person, die ihn nur vorübergehend in Obhut hat – geteilte Betreuung ist hier mitgedacht.

Ein Bundesstandard, neun Landesgesetze – und die Reihenfolge ist neu

Bis Mitte 2026 war Hundehaltung in Österreich fast vollständig Landessache. Jedes Bundesland hatte sein eigenes Hundegesetz, seine eigene Sachkundepflicht und seine eigene Antwort auf die Frage, ob eine Haftpflichtversicherung sein muss. Seit dem 1. Juli 2026 liegt darüber ein bundesweiter Mindeststandard: Wer zum ersten Mal einen Hund hält, absolviert vier Stunden Theorie vor der Anschaffung und zwei Stunden Praxis mit dem Hund im ersten Jahr.

Das ändert die Landkarte, hebt sie aber nicht auf. Die Landesgesetze gelten weiter, wo sie strenger sind – Niederösterreichs Hundepass und Oberösterreichs Prüfung vor der Anschaffung bleiben. Und die beiden Fragen mit den größten praktischen Folgen bleiben Landessache: was der Hund kostet und ob er versichert sein muss.

Leine oder Maulkorb: das Wahlrecht, das es in Deutschland nicht gibt

Wer aus Deutschland kommt, stolpert zuerst hierüber. Die österreichischen Landesgesetze verlangen an öffentlichen Orten im Ortsgebiet in der Regel Leine oder Maulkorb – und welches von beidem, entscheidest du. Kein deutsches Bundesland kennt diese Konstruktion.

Es hat drei Stufen, die sich quer durch alle Länder wiederfinden:

  1. Eines von beidem – der Normalfall im Ortsgebiet.
  2. Zwingend die Leine – in Parkanlagen, fast überall.
  3. Beides zugleich – bei Menschenmengen, in Öffis, an Schulen, auf Spielplätzen, in Einkaufszentren.

Dornbirn ist der interessanteste Sonderfall: Die Verordnung dort staffelt dreifach und kennt neben Zutrittsverbot und Leinenpflicht ein reines Freilaufverbot als eigene Kategorie – der Hund darf mit, aber nicht frei laufen.

Zwei Regeln sind neu und werden leicht übersehen. In Kärnten gilt seit dem 29. Oktober 2025 im Jagdgebiet außerhalb des Ortsgebiets ganzjährig die Leine, Tag und Nacht – mit einer Ausnahme für Junghunde bis zwölf Monate und für Halterinnen mit Sachkunde. Und in Innsbruck gilt bei landwirtschaftlichen Kulturen vom 1. März bis 15. Oktober eine Leine von höchstens zwei Metern.

Der Maulkorb in Bus und Bahn ist die Regel, nicht die Ausnahme

Das ist der zweite Punkt, an dem sich Österreich sichtbar von Deutschland unterscheidet: In allen zehn österreichischen Städten hier ist ein beißsicherer Maulkorb in den öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben – in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Villach, Wels, St. Pölten und Dornbirn. In Deutschland gibt es das fast nur im Osten.

Was der Hund dafür zahlt, geht dagegen in drei Richtungen auseinander:

  • Gratis, ohne Ticket: Tirol und – seit dem 1. Juni 2026 – ganz Vorarlberg.
  • Gratis mit dem eigenen Zeitticket: Wien mit Jahreskarte, Linz mit Monats- oder Jahreskarte, Salzburg mit dem KlimaTicket, Wels ein Hund je Fahrschein.
  • Der Hund braucht ein eigenes Ticket: Graz zum halben Fahrpreis, Klagenfurt und Villach zum Tarif, St. Pölten sogar zum vollen Fahrpreis.

Im geschlossenen Transportbehälter fährt der Hund fast überall kostenlos und ohne Maulkorb mit.

Was zwei Menschen klären sollten, bevor sie sich einen Hund teilen

Die österreichische Rechtslage macht das kurz und konkret:

Die Versicherung. In Kärnten und Vorarlberg gibt es keine allgemeine Haftpflichtpflicht. Wer in Klagenfurt, Villach oder Dornbirn den Hund von jemand anderem ausführt, sollte danach fragen – und in den übrigen Ländern nachsehen, ob die Police auch Schäden deckt, wenn eine andere Person als die Halterin den Hund führt.

Den Maulkorb. Wenn ihr gemeinsam mit Bus oder Bahn unterwegs sein wollt, gehört er zur Ausrüstung – und der Hund sollte ihn kennen, bevor es das erste Mal darauf ankommt.

Die Hundemarke. In St. Pölten muss sie außer Haus sichtbar getragen werden. Das ist eine der Regeln, die die führende Person genauso trifft wie die Halterin.

Die Sachkunde gehört ausdrücklich nicht auf diese Liste: Sie knüpft überall am Halten an, nie am Führen.

FAQ

Häufige Fragen zu Dogsharing in Österreich

Was kostet Hundebetreuung in Österreich?

Bezahlte Betreuung liegt je nach Stadt bei etwa 15 bis 25 € für eine Gassirunde. Beim Dogsharing kostet sie nichts: Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Das funktioniert, weil beide Seiten etwas davon haben: Die eine Person bekommt Entlastung, die andere Zeit mit einem Hund, ohne selbst einen halten zu können.

Wie finde ich Hundebetreuung in meiner Nähe?

Über die Patzo App: Du legst ein Profil an und siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung – unabhängig davon, in welcher Stadt du wohnst. Weiter unten auf dieser Seite stehen zehn österreichische Städte mit einem Suchfeld – und auf jeder Stadtseite, was dort an Hundeabgabe, Leinen- und Maulkorbregeln und Freilaufflächen gilt.

Brauche ich den Sachkundenachweis, um mit dem Hund von jemand anderem spazieren zu gehen?

Nein. Der bundesweite Sachkundenachweis seit 1. Juli 2026 gilt für Personen, die erstmals einen Hund halten – er knüpft an die Haltung an, nicht an das Führen. Auch die Landesregelungen tun das. Eine gemeinsame Runde, regelmäßige Gassizeiten oder Betreuung über einen Tag lösen die Pflicht nicht aus.

Muss mein Hund in Österreich einen Maulkorb tragen?

Meist hast du die Wahl: An öffentlichen Orten im Ortsgebiet verlangen die Landesgesetze in der Regel Leine oder Maulkorb, und welches von beidem, entscheidest du. Zwingend beides wird an besonders belebten Orten, in Schulen, auf Spielplätzen und in Einkaufszentren. In Bus, Bahn und Bim ist der Maulkorb dagegen fast überall Pflicht – in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Villach, Wels und St. Pölten gleichermaßen.

Wo ist die Hundeabgabe in Österreich am günstigsten?

In Graz gibt es seit dem 1. Januar 2019 überhaupt keine mehr. Unter den Städten, die eine erheben, verlangt Villach mit 40 € am wenigsten, gefolgt von Wels (44 €) und St. Pölten (45 €). Am teuersten ist Innsbruck mit 136,80 € seit Anfang 2026. Wien liegt bei 72 € für den ersten Hund und stellt zum 1. Januar 2027 auf einheitlich 120 € je Hund um.

Ich möchte mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?

Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deiner Nachbarschaft und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein.

Loslegen

Schau, wer in Österreich schon dabei ist

Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.

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