Hundebetreuung in Linz: Dogsharing statt Hundesitter
In Linz findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Stadtteil, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. Die oberösterreichische Sachkunde-Ausbildung brauchst du dafür nicht: Sie gilt für die Anschaffung, nicht fürs Gassigehen. Und die passende Freilauffläche kennt ohnehin nur, wer dort wohnt.
Für iPhone und Android
Dogsharing in Linz: so fängt es an
Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.
Profil anlegen
Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.
Nachbarschaft ansehen
Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.
Kennenlernen
Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.
Betreuung planen
Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.
Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.
Hunde und Menschen aus Linz
Keine Symbolbilder, sondern ein paar der echten Profile aus der Patzo App. Tipp auf eines. Nach dem Download der App wird es dir direkt angezeigt.
Warum Dogsharing in Linz gut funktioniert
In Oberösterreich steht die Hürde am Anfang, nicht am Ende. Wer selbst einen Hund halten will, braucht vor der Anschaffung eine Sachkunde-Ausbildung, dazu eine Haftpflicht und eine Meldung bei der Stadt. Das ist sinnvoll – aber es ist viel für jemanden, der noch nicht weiß, ob ein Hund ins eigene Leben passt.
Beim Dogsharing entfällt das. Wer mit dem Hund einer anderen Person spazieren geht, hält ihn nicht, und sämtliche Pflichten des Hundehaltegesetzes hängen am Halten. Man kann also erst herausfinden, ob es passt – und die Nachweise später erbringen oder eben nie, und stattdessen einfach ein guter Nachbar bleiben.
Für die Halterseite ist der Gewinn genauso konkret. Linz ist eine Stadt der klar getrennten Stadtteile, und die Freilaufflächen liegen entsprechend verstreut: Freinberg und Bauernberg im Westen über der Stadt, Wasserwald und Bellevuepark in der Mitte, Traunau im Südosten, Heilhamerpark im Norden. Wer die passende Fläche vor der Tür hat, nutzt sie täglich. Wer sie nicht hat, fährt – oder lässt es. Jemand aus Bindermichl kennt den Bellevuepark, jemand aus Ebelsberg die Traunau.
Und es kostet nichts, weil beide Seiten etwas davon haben: Dein Hund bekommt seine Runde, die andere Person die regelmäßige Zeit mit einem Hund, die sie sonst nicht hätte.
Gassi gehen in Linz – ohne eigenen Hund
Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.
Linz ist dafür gut ausgestattet. Der Wasserwald und der Hummelhofwald geben lange Runden ohne Leine her, der Freinberg und der Bauernberg liegen über der Stadt mit Blick auf die Donau, die Traunau führt ans Wasser. Sechs eingezäunte Flächen gibt es für die Fälle, in denen man sich noch nicht sicher ist.
Was du dabei wissen solltest: Die Sachkunde-Ausbildung braucht nur die haltende Person – du nicht. Was für dich gilt: An öffentlichen Orten im Ortsgebiet muss der Hund an der Leine sein oder einen Maulkorb tragen. Kläre vorher, was der Hund gewohnt ist. In Bus und Bahn brauchst du beides.
Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Stadtteil ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Linz mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.
Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest
Leine oder Maulkorb – was ist der Hund gewohnt? Das Gesetz lässt die Wahl, der Hund meistens nicht. Ein Hund, der noch nie einen Maulkorb getragen hat, ist keiner, dem man ihn vor der Straßenbahn zum ersten Mal aufsetzt.
Gehört er zu den sechs gelisteten Rassen? Dann gelten Leine und Maulkorb im gesamten öffentlichen Raum, und es gibt für dich keinen Ermessensspielraum.
Die Haftpflichtversicherung. In Oberösterreich ist sie mit 725.000 € Deckungssumme Pflicht, es gibt sie also. Die Frage ist nur, ob sie auch greift, wenn eine andere Person den Hund führt – das steht in der Polizze.
Welche Freilauffläche eure ist. 14 klingt nach viel, aber nur eine oder zwei sind zu Fuß erreichbar. Und ob sie eingezäunt ist, entscheidet, wie die erste gemeinsame Runde aussieht.
Ob ihr öffentlich fahren wollt. Mit einer Zeitkarte fährt der Hund kostenlos – dann braucht ihr aber Beißkorb und kurze Leine.
Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:
Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.
Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.
Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.
Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.
Hundehaltung in Linz: was hinter den Zahlen steht
Wer aus Deutschland nach Linz zieht, erlebt zwei Überraschungen in entgegengesetzte Richtungen.
Die Abgabe ist niedrig. 54 € im Jahr, für jeden Hund. Das ist ein Bruchteil dessen, was in deutschen Großstädten fällig wird. Österreich liegt hier durchgängig unter Deutschland – Graz hat die Hundeabgabe 2019 sogar ganz abgeschafft.
Das Gesetz ist streng. Oberösterreich hat sein Hundehaltegesetz 2024 neu gefasst, und seither verlangt es von jeder haltenden Person eine theoretische Sachkunde-Ausbildung mit Prüfung – bevor der Hund angeschafft wird. Das ist strenger als jedes deutsche Bundesland; selbst Niedersachsen, das einen Hundeführerschein für alle Ersthalter vorschreibt, lässt den praktischen Teil im ersten Jahr nachholen und verlangt nichts vor dem Kauf.
Dazu kommen eine Haftpflichtversicherung über mindestens 725.000 € – dieselbe Summe wie in Wien und der Steiermark –, die Registrierung in der Heimtierdatenbank des Bundes und die Meldung beim Magistrat binnen fünf Werktagen.
Für das Dogsharing ist das eine gute Ausgangslage: Wenn du in Linz mit dem Hund einer Nachbarin läufst, kannst du davon ausgehen, dass sie eine Ausbildung gemacht hat und der Hund versichert ist. Beides ist hier keine Frage des guten Willens.
Leine oder Maulkorb – und wann keines von beidem
Der auffälligste Unterschied zu Deutschland steht in einem einzigen Wort. Das Gesetz verlangt, dass Hunde an öffentlichen Orten im Ortsgebiet „an der Leine oder mit Maulkorb“ geführt werden. Ein Oder, keine Kumulation.
In Deutschland gibt es das so nicht: Dort heißt Leinenpflicht Leine, und ein Maulkorb kommt gegebenenfalls obendrauf. In Oberösterreich – und ebenso in der Steiermark, also in Graz – darf man wählen. Für einen Hund, der an der Leine zieht, aber einen Maulkorb gelassen trägt, ändert das den Alltag spürbar.
Ausgenommen sind die sechs gelisteten Rassen: Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, American Pit Bull Terrier und Tosa Inu. Für sie gilt beides zugleich.
Und dann gibt es die 14 Freilaufflächen, auf denen weder Leine noch Maulkorb nötig sind. Sechs davon sind eingezäunt – darunter die zentrale Fläche an der Blumauerstraße beim Musiktheater, der Ökopark Hainbuchenweg, die Panuliwiese und der Bellevuepark. Die übrigen sind offene Flächen, und die zwei größten sind Wald: der Wasserwald und der Hummelhofwald.
Ein Detail, das oft übersehen wird: In Bus und Bahn gilt das Wahlrecht nicht. Die LINZ AG LINIEN verlangen kurze Leine und Beißkorb. Dafür fährt mit einer Monats- oder Jahreskarte ein Hund jeder Größe kostenlos mit – bis vor Kurzem galt das nur für kleine Hunde auf dem Schoß.
Hundeabgabe, Leine und Freilauf in Linz
Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Oberösterreich. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.
Hundeabgabe
54 € im Jahr für jeden Hund – ein Bruchteil der deutschen Sätze
- Je Hund
- 54 € für das Kalenderjahr
- Erstmals fällig
- binnen zwei Wochen nach Anmeldung
- Danach
- bis zum 31. März, voller Jahresbetrag
- Abgabepflichtig ab
- 12 Wochen
Die Hundeabgabe beträgt in Linz 54,00 Euro für das Kalenderjahr und wird für jeden über zwölf Wochen alten Hund im Stadtgebiet fällig. Österreich liegt damit durchgängig deutlich unter den deutschen Großstädten, und Graz erhebt seit 2019 gar keine Hundeabgabe mehr. Erstmals zu zahlen ist sie binnen zwei Wochen nach der Anmeldung, danach jeweils bis zum 31. März im vollen Jahresbetrag je Hund. Wer den Hund unterjährig anschafft, zahlt trotzdem den Jahresbetrag. Details zu Befreiungen regelt die Hundeabgabeordnung der Stadt Linz.
Quelle: Stadt Linz, Hundeabgabe
Pflichten
Die Sachkunde-Ausbildung muss vor der Anschaffung des Hundes absolviert sein
- Sachkunde
- vor der Anschaffung, mit Prüfung
- Haftpflicht
- mind. 725.000 € Deckungssumme
- Chip
- Heimtierdatenbank des Bundes
- Meldung
- binnen fünf Werktagen
Oberösterreich hat sein Hundehaltegesetz 2024 neu gefasst und verlangt seither von allen Halterinnen und Haltern deutlich mehr als jedes deutsche Bundesland: eine theoretische Sachkunde-Ausbildung mit Prüfung, die bereits vor der Anschaffung des Hundes positiv absolviert sein muss. Dazu kommen eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 725.000 Euro Deckungssumme – dieselbe Summe wie in Wien und der Steiermark –, die Registrierung in der Heimtierdatenbank des Bundes, die innerhalb von zwei Monaten nachgereicht werden kann, und die Meldung beim Magistrat innerhalb von fünf Werktagen, sobald der Hund älter als zwölf Wochen ist. Für sechs Rassen – Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, American Pit Bull Terrier und Tosa Inu – gelten erhöhte Ausbildungsanforderungen sowie Leinen- und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum. Die Sachkunde hängt an der haltenden Person, nicht am Hund: Wer für jemanden Gassi geht, braucht sie nicht.
Leine oder Maulkorb
An öffentlichen Orten im Ortsgebiet gilt Leine oder Maulkorb – die Wahl liegt bei dir
- Öffentliche Orte im Ortsgebiet
- Leine oder Maulkorb
- Wahlrecht
- eines von beidem genügt
- Sechs gelistete Rassen
- Leine und Maulkorb
- Freilaufflächen
- weder noch
Das Oö. Hundehaltegesetz verlangt, dass Hunde an öffentlichen Orten im Ortsgebiet an der Leine oder mit Maulkorb geführt werden. Das ist der entscheidende Unterschied zu Deutschland: Es ist eine Wahl, keine Kumulation. Wer den Hund an der Leine führt, braucht keinen Maulkorb, und umgekehrt. Dieselbe Konstruktion kennt die Steiermark, also auch Graz. Für die sechs im Gesetz genannten Rassen gilt beides zugleich, dazu erhöhte Ausbildungsanforderungen. Gemeinden dürfen darüber hinaus eigene Leinen- oder Maulkorbpflichten verordnen und Zonen aussprechen, in denen Hunde gar nicht mitgeführt werden dürfen; für Linz sind diese Mitführverbotszonen zusammen mit den Freilaufflächen in einer Onlinekarte der Stadt verzeichnet. Auf Kinderspielplätzen sowie Sport- und Fitnessflächen sind Hunde grundsätzlich nicht erlaubt.
Freilauf
14 Freilaufflächen ohne Leine und ohne Maulkorb – sechs davon eingezäunt
- Freilaufflächen
- 14
- Eingezäunt
- 6
- Größte Flächen
- Wasserwald und Hummelhofwald
- Rechtsgrundlage
- Hundefreilaufflächen-Verordnung
Auf den 14 durch die Hundefreilaufflächen-Verordnung ausgewiesenen Flächen gilt weder Leinen- noch Maulkorbpflicht. Es sind: Parkanlage Freinberg, Sonnenpromenade mit Arboretum, Bauernberg, der Park am Seniorenzentrum Ing.-Stern-Straße, Hummelhofwald, Wasserwald, WAG-Park Landwiedstraße, Traunau, Ökopark Hainbuchenweg, Panuliwiese, Heilhamerpark, die Fläche an der Blumauerstraße beim Musiktheater, Bellevuepark-Bindermichl Süd und der Park am Bruckner-Tower. Eingezäunt sind sechs davon – Ing.-Stern-Straße, Ökopark Hainbuchenweg, Panuliwiese, Blumauerstraße, Bellevuepark-Bindermichl Süd und Bruckner-Tower –, die übrigen sind offene Flächen wie der Wasserwald. Auch dort bleibt die Aufsichtspflicht bestehen: Menschen und Tiere dürfen durch den Hund nicht gefährdet oder über ein zumutbares Maß hinaus belästigt werden. Kinderspielplätze sowie Sport- und Fitnessbereiche innerhalb dieser Zonen sind für Hunde gesperrt.
Quelle: Stadt Linz, Freilaufflächen
Bus und Bahn
Mit Monats- oder Jahreskarte fährt ein Hund jeder Größe kostenlos mit
- Monats- oder Jahreskarte
- ein Hund kostenlos
- Sonst
- Fahrpreis nach Tarif
- Maulkorb
- Pflicht
- Leine
- kurz
Bei den LINZ AG LINIEN – Straßenbahn, Bus und Pöstlingbergbahn – nehmen Inhaberinnen und Inhaber einer Monats- oder Jahreskarte einen Hund unabhängig von seiner Größe kostenlos mit. Das ist neu; zuvor galt das nur für kleine Hunde auf dem Schoß und für Assistenzhunde, die ohnehin frei fahren. Ohne Zeitkarte ist für den Hund der im Tarif festgelegte Fahrpreis zu zahlen, für jeden weiteren Hund ein ermäßigtes Ticket. Im Fahrzeug sind Hunde an der kurzen Leine zu führen und müssen einen Beißkorb oder einen adäquaten Beißschutz tragen – hier gilt also nicht das Wahlrecht des Hundehaltegesetzes, sondern beides. Assistenzhunde sind von der Maulkorbpflicht ausgenommen.
Quelle: LINZ AG LINIEN, Hundemitnahme
Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.
Wo Hunde in Linz frei laufen dürfen
Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.
Wasserwald
Bindermichl-Keferfeld
Die größte offene Freilauffläche der Stadt – Wald statt Wiese, und groß genug für eine echte Runde ohne Leine. Nicht eingezäunt, der Rückruf sollte also sitzen.
Hummelhofwald
Froschberg
Die zweite große Waldfläche, gut erreichbar aus dem Westen der Stadt. Ebenfalls offen, mit Wegen, die auch Spaziergänger nutzen.
Freilauffläche Blumauerstraße
Innere Stadt, beim Musiktheater
Eingezäunt und zentral – die naheliegende Wahl, wenn ihr in der Innenstadt wohnt oder der Hund noch nicht zuverlässig zurückkommt.
Bellevuepark-Bindermichl Süd
Bindermichl
Eingezäunte Fläche im Park über der überdeckelten Autobahn. Kurz, aber sicher – gut für die schnelle Runde am Abend.
Traunau
Ebelsberg, an der Traun
Freilauffläche am Wasser im Südosten. Die längste zusammenhängende Runde ergibt sich, wenn man sie mit dem Traunuferweg kombiniert – dort dann aber Leine oder Maulkorb.
Häufige Fragen zu Dogsharing in Linz
Was kostet Hundebetreuung in Linz?
Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung liegt üblicherweise bei 15 bis 25 € pro Gassirunde; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie hoch ist die Hundeabgabe in Linz?
54 € für das Kalenderjahr, für jeden über zwölf Wochen alten Hund. Erstmals fällig ist sie binnen zwei Wochen nach der Anmeldung, danach jeweils bis zum 31. März im vollen Jahresbetrag. Damit liegt Linz deutlich unter dem, was deutsche Großstädte für einen Hund verlangen.
Brauche ich in Linz einen Sachkundenachweis?
Als Halterin oder Halter ja: Oberösterreich verlangt seit dem Hundehaltegesetz 2024 eine theoretische Sachkunde-Ausbildung mit Prüfung, und zwar bereits vor der Anschaffung des Hundes. Wer nur mit einem fremden Hund Gassi geht, braucht sie nicht – die Sachkunde hängt an der haltenden Person, nicht am Hund.
Gilt in Linz Leinenpflicht?
Leine oder Maulkorb – das Oö. Hundehaltegesetz lässt die Wahl. An öffentlichen Orten im Ortsgebiet muss der Hund entweder angeleint sein oder einen Maulkorb tragen, nicht beides. Für sechs gelistete Rassen gilt beides zugleich. Auf den 14 ausgewiesenen Freilaufflächen ist keines von beidem nötig, in Bus und Bahn dagegen beides.
Ich möchte in Linz mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?
Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Stadtteil und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. Für die Runden gibt es 14 Freilaufflächen, sechs davon eingezäunt.
Kann ich in Linz einen Hund ausleihen oder mieten?
„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie finde ich in Linz einen Hundesitter?
Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde ab, meist 15 bis 25 €, und sie sitzen selten in genau deinem Stadtteil. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Linz in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.
Gassi gehen im Tierheim Linz oder Dogsharing – was ist der Unterschied?
Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.
Schau, wer in Linz schon dabei ist
Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.
Patzo kostenlos ladenFür iPhone und Android
