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Hundebetreuung in Graz: Dogsharing statt Hundesitter

In Graz findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Bezirk, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. Alle 17 Grazer Hundewiesen sind eingezäunt: der einfachste Ort für die ersten Runden mit einem Hund, den du gerade erst kennenlernst.

Für iPhone und Android

So geht's

Dogsharing in Graz: so fängt es an

Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.

  1. Profil anlegen

    Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.

  2. Nachbarschaft ansehen

    Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.

  3. Kennenlernen

    Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.

  4. Betreuung planen

    Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.

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Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.

Warum Dogsharing in Graz gut funktioniert

Dass alle 17 Grazer Hundewiesen eingezäunt sind, verändert den Einstieg. Ein Hund, den du erst seit ein paar Wochen kennst, muss dort nicht perfekt abrufbar sein, damit ihr üben könnt. Genau daran scheitern die ersten gemeinsamen Wochen sonst häufig: Die Halterin traut es dem Hund zu, du dir selbst noch nicht.

Der Zaun nimmt beiden Seiten diese Sorge ab. Ihr geht die ersten Runden zusammen, dann übernimmt die zweite Person allein, und der Rückruf wächst nebenbei – bis auch die offene Runde an der Mur oder auf den Schlossberg funktioniert.

Dazu kommt, dass die Flächen klein und über die Bezirke verteilt sind – 500 m² in Gösting, 550 m² in der Leuzenhofgasse. Solche Flächen funktionieren nur für die Nachbarschaft. Aus Puntigam fährt niemand nach Geidorf, um einen Hund auszuführen; jemand aus demselben Bezirk ist in zehn Minuten da.

Und es kostet nichts, weil beide Seiten etwas davon haben: Dein Hund bekommt die Runde, die ein langer Arbeitstag nicht hergibt, und die andere Person bekommt regelmäßig Zeit mit einem Hund, ohne Steuer, ohne Anschaffung, ohne Verpflichtung über zwölf Jahre. In einer Stadt mit rund 60.000 Studierenden ist diese zweite Hälfte gut besetzt.

Gassi gehen in Graz – ohne eigenen Hund

Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Bezirk, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.

Graz ist dafür gut gelegen. Die Mur zieht sich mit ihrem Radweg durch die ganze Stadt, der Schöckl im Norden und der Plabutsch im Westen sind Hausberge im Wortsinn, und über die Bezirke verteilt liegen eingezäunte Hundewiesen. Für die Fahrt dorthin braucht der Hund ein Ticket zum halben Preis und einen Maulkorb.

Was du dabei wissen solltest: In Parkanlagen bleibt die Leine dran, auch in den Hundezonen – abmachen darfst du sie nur auf den eingezäunten Hundewiesen. Außerhalb der Parks reicht Leine oder Maulkorb, aber die Beherrschung des Hundes musst dann du gewährleisten. Und pack den Maulkorb ein, wenn ihr mit den Graz Linien fahrt.

Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Bezirk ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Graz mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.

Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest

Hat der Hund einen Maulkorb – und ist er daran gewöhnt? In Graz brauchst du ihn für Bus und Bim, und außerhalb der Parks ist er die Alternative zur Leine. Ein Hund, der ihn nicht kennt, macht beides schwierig.

Die Haftpflichtversicherung. In der Steiermark ist sie Pflicht, es gibt sie also fast sicher. Die eigentliche Frage ist eine andere: Greift sie auch, wenn eine andere Person den Hund führt? Das klärt ein Anruf bei der Versicherung.

Welche Hundewiese ist eure? Die Zahl klingt nach Auswahl, aber viele Flächen sind klein und damit reine Nachbarschaftsflächen. Die nächstgelegene entscheidet darüber, ob aus der Runde eine Gewohnheit wird.

Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:

Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.

Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.

Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.

Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.

Hundehaltung in Graz: was hinter den Zahlen steht

Graz macht bei Hunden fast alles anders als deutsche Städte – und zwar in beide Richtungen.

Es gibt keine Hundeabgabe. Der Gemeinderat hat sie zum 1. Januar 2019 abgeschafft, und damit entfällt auch die Meldung des Hundes beim Magistrat. Wo in einer deutschen Großstadt jedes Jahr ein dreistelliger Betrag fällig wird, zahlt man in Graz nichts und meldet nichts.

Dafür ist das, was tatsächlich mit dem Hund zu tun hat, strenger geregelt. Die Haftpflichtversicherung ist Pflicht – § 3b des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes verlangt mindestens 725.000 € Deckung. In Bayern, Hessen und Baden-Württemberg gibt es für gewöhnliche Hunde nichts dergleichen. Dazu kommt der Hundekundenachweis für alle, die in den letzten fünf Jahren keinen Hund gehalten haben, zu erbringen innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung. Und der Mikrochip mit Registrierung in der Heimtierdatenbank ist ohnehin Pflicht.

Die Leinenregel ist eine Wahlregel, was in Deutschland selten ist: An öffentlich zugänglichen Orten ist der Hund entweder mit geschlossenem Maulkorb zu versehen oder so an der Leine zu führen, dass er jederzeit beherrschbar bleibt. Eines von beidem genügt.

In öffentlichen Parkanlagen gilt diese Wahl allerdings nicht: Dort ist immer anzuleinen – außer auf den ausgewiesenen Hundewiesen.

Und die sind die eigentliche Stärke der Stadt. 17 Hundewiesen, alle eingezäunt, verteilt über zwölf Bezirke, mit Wassernäpfen, Bänken und Sackerlspendern. Graz veröffentlicht sogar die Flächengrößen: Rosenhain 4.100 m², ORF-Park 4.046 m², Reininghaus und Josef-Krainer-Park je 3.200 m². Sauber davon getrennt sind die Hundezonen – kleinere Bereiche ohne Zaun, in denen die Leine dranbleibt, weil eine Einzäunung etwa im denkmalgeschützten Stadtpark nicht möglich ist.

Ein Detail für den Weg dorthin: In Bus und Straßenbahn braucht der Hund einen beißsicheren Maulkorb, grundsätzlich und nicht nur im Gefahrenfall – dazu ein Ticket zum halben Fahrpreis.

Regeln & Kosten

Hundeabgabe, Leinenpflicht und Freilauf in Graz

Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Steiermark. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.

Hundeabgabe

Keine. Graz hat die Hundeabgabe zum 1. Januar 2019 abgeschafft

Hundeabgabe
entfällt
Abgeschafft zum
1. Januar 2019
Melden beim Magistrat
nicht mehr nötig
Heimtierdatenbank
weiterhin Pflicht

Der Grazer Gemeinderat hat die Hundeabgabenordnung aufgehoben; seit dem 1. Januar 2019 leben Hunde in Graz steuerfrei. Damit entfällt auch die Meldung des Hundes bei der Abteilung für Gemeindeabgaben – ein Unterschied zu praktisch jeder deutschen Stadt, wo die Steueranmeldung binnen zwei Wochen bis einem Monat Pflicht ist. Was bleibt, sind die Pflichten aus dem Tierschutzrecht und dem Landessicherheitsgesetz: Kennzeichnung per Mikrochip und Registrierung in der Heimtierdatenbank, Haftpflichtversicherung und für viele der Hundekundenachweis. Wer Fragen zu Abgaben hat, erreicht die Abteilung für Gemeindeabgaben weiterhin unter gemeindeabgaben@stadt.graz.at.

Quelle: Stadt Graz, Hunde in Graz

Pflichten

Haftpflicht über mindestens 725.000 € – und für Ersthaltende der Hundekundenachweis

Haftpflicht
Pflicht, mind. 725.000 €
Hundekundenachweis
binnen eines Jahres
Wer ihn braucht
ohne Hund in den letzten 5 Jahren
Mikrochip
Pflicht

Anders als in Bayern, Hessen oder Baden-Württemberg ist die Tierhaftpflichtversicherung in der Steiermark gesetzlich vorgeschrieben: § 3b des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes verlangt eine Deckungssumme von mindestens 725.000 €. Sie kann auch über eine Haushalts- oder Jagdhaftpflicht mitabgedeckt sein. Dazu kommt der Hundekundenachweis: Wer in den letzten fünf Jahren keinen Hund gehalten hat, muss ihn innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung erbringen. Ausnahmen bestehen für Jagd-, Therapie-, Assistenz-, Rettungs-, Militär- und Diensthunde. Der Hund ist außerdem per Mikrochip zu kennzeichnen und in der Heimtierdatenbank zu registrieren. Für dich als betreuende Person heißt die Versicherungspflicht vor allem eines: Es gibt sie mit ziemlicher Sicherheit – frag trotzdem, ob sie auch greift, wenn jemand anderes den Hund führt.

Quelle: Steiermärkisches Landes-Sicherheitsgesetz, § 3b Halten von Tieren

Leinenpflicht

Leine oder Maulkorb an öffentlichen Orten – in Parks immer die Leine

Öffentliche Orte
Leine oder Maulkorb
Öffentliche Parks
immer anleinen
Hundezonen
anleinen
Hundewiesen
weder Leine noch Maulkorb

Das Steiermärkische Landes-Sicherheitsgesetz formuliert die Regel als Wahl: An öffentlich zugänglichen Orten – Straßen, Plätzen, Lokalen, Geschäften – ist der Hund entweder mit einem um den Fang geschlossenen Maulkorb zu versehen oder so an der Leine zu führen, dass eine jederzeitige Beherrschung des Tieres gewährleistet ist. Eines von beiden, nicht zwingend beides. In öffentlichen Parkanlagen gilt diese Wahlfreiheit allerdings nicht: Dort ist der Hund jedenfalls anzuleinen, ausgenommen auf den ausgewiesenen eingezäunten Hundewiesen. Auch in den sogenannten Hundezonen – kleineren Hundebereichen ohne Zaun – bleibt die Leine dran. Für Jagd-, Therapie-, Assistenz-, Rettungs- und Diensthunde im Einsatz gelten Ausnahmen.

Quelle: Land Steiermark, Steiermärkisches Landes-Sicherheitsgesetz

Freilauf

17 eingezäunte Hundewiesen – mit Wasser, Bänken und veröffentlichten Flächengrößen

Hundewiesen
17, alle eingezäunt
Größte Fläche
Rosenhain, 4.100 m²
Ausstattung
Wasser, Bänke, Sackerlspender
Hundezonen
1, ohne Zaun, mit Leine

Graz unterscheidet sauber zwischen zwei Dingen, die anderswo vermischt werden. Hundewiesen sind eingezäunte Spiel- und Freilaufflächen, auf denen weder Leinen- noch Maulkorbpflicht gilt; sie sind kostenlos nutzbar und mit Wassernäpfen, Bänken und Sackerlspendern ausgestattet. Hundezonen sind kleinere Bereiche ohne Zaun, in denen die Leinenpflicht weiter gilt – sie stehen dort, wo eine Einzäunung wegen Denkmal- oder Naturschutz nicht möglich ist, etwa im Stadtpark. Die 17 Hundewiesen verteilen sich über zwölf Bezirke, und die Stadt veröffentlicht sogar die Flächengrößen: Am größten sind Rosenhain in Geidorf mit 4.100 m², der ORF-Park in St. Peter mit 4.046 m² sowie Reininghaus und der Josef-Krainer-Park mit je 3.200 m². Am kleinsten sind die Dechant-Binder-Anlage in Gösting und die Vinzenzgasse in Eggenberg mit je 500 m².

Quelle: Stadt Graz, Hundewiesen in Graz

Bus und Bahn

Halber Fahrpreis – und ein beißsicherer Maulkorb ist Pflicht

Ticket
halber Fahrpreis
Maulkorb
Pflicht
Leine
kurz angeleint
Im Behälter
kostenlos

In den Bussen und Straßenbahnen der Graz Linien gilt eine Regel, die in Deutschland kaum eine Stadt kennt: Hunde brauchen einen beißsicheren Maulkorb – nicht nur dann, wenn von ihnen eine Gefahr ausgehen könnte, sondern grundsätzlich. Ausgenommen sind Blindenführ- und Assistenzhunde. Dazu ist der Hund kurz angeleint oder zu tragen, und mitgenommen wird er nur, wenn andere Fahrgäste dadurch nicht belästigt oder behindert werden. Für Hunde, die nicht in einem geeigneten Behälter reisen, ist der halbe Fahrpreis zu entrichten, vergleichbar einem Kinderticket; kleine Tiere in geschlossenen Behältern fahren kostenlos. Verunreinigt der Hund das Fahrzeug, wird eine Reinigungsgebühr fällig. Wer eine Runde am Stadtrand plant, sollte den Maulkorb also einpacken, bevor er zur Haltestelle geht.

Quelle: Holding Graz, Tickets für Hunde

Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.

Vor Ort

Wo Hunde in Graz frei laufen dürfen

Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.

  • Hundewiese Rosenhain

    III. Bezirk Geidorf

    Mit 4.100 m² die größte Hundewiese der Stadt, am bewaldeten Hang im Nordosten. Lässt sich gut mit einer längeren Runde durch den Rosenhain verbinden.

  • Hundewiese ORF-Park

    VIII. Bezirk St. Peter

    Fast genauso groß, 4.046 m², im Osten der Stadt. Für alle in St. Peter und Waltendorf die erste Adresse.

  • Hundewiese Augartenpark

    VI. Bezirk Jakomini

    2.186 m² mitten in der Stadt, an der Mur. Die zentralste größere Fläche – im übrigen Augarten gilt wie in allen Parks die Leine.

  • Hundewiese Reininghaus

    XV. Bezirk Wetzelsdorf

    3.200 m² im neuen Stadtteil auf dem alten Brauereigelände. Eine der jüngsten Flächen und für den Grazer Westen die wichtigste.

  • Hundezone Stadtpark

    I. Bezirk Innere Stadt, Burgring und Einspinnergasse

    Keine Hundewiese, sondern eine Hundezone: ohne Zaun, und die Leine bleibt dran. Der Stadtpark steht unter Denkmalschutz, eine Einzäunung wäre dort nicht möglich.

  • Schöckl und Plabutsch

    Nördlich und westlich der Stadt

    Die beiden Grazer Hausberge. Außerhalb der Parkanlagen greift die Wahlregel des Landessicherheitsgesetzes – Leine oder Maulkorb, und auf den Wanderwegen ist Rücksicht auf Weidevieh Pflicht.

FAQ

Häufige Fragen zu Dogsharing in Graz

Was kostet Hundebetreuung in Graz?

Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung liegt üblicherweise bei 15 bis 25 € pro Gassirunde; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie hoch ist die Hundeabgabe in Graz?

Es gibt keine. Der Gemeinderat hat die Hundeabgabenordnung aufgehoben, seit dem 1. Januar 2019 leben Hunde in Graz steuerfrei. Damit entfällt auch die Meldung beim Magistrat. Bestehen bleiben die Pflichten aus dem Landessicherheitsgesetz und dem Tierschutzrecht: Mikrochip und Registrierung in der Heimtierdatenbank, Haftpflichtversicherung über mindestens 725.000 € und für viele der Hundekundenachweis.

Wo darf mein Hund in Graz ohne Leine laufen?

Auf den 17 eingezäunten Hundewiesen – dort gilt weder Leinen- noch Maulkorbpflicht. In allen anderen öffentlichen Parkanlagen ist der Hund jedenfalls anzuleinen, und das schließt die Hundezonen ohne Zaun ausdrücklich ein. Außerhalb der Parks gilt die Wahlregel des Landessicherheitsgesetzes: entweder Maulkorb oder Leine, aber so, dass du den Hund jederzeit beherrschst.

Brauche ich in der Steiermark eine Hundehaftpflichtversicherung?

Ja. § 3b des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes schreibt sie vor, mit einer Mindestdeckungssumme von 725.000 €. Sie kann auch über eine bestehende Haushalts- oder Jagdhaftpflicht mitabgedeckt sein. Das ist ein deutlicher Unterschied zu Bayern, Hessen oder Baden-Württemberg, wo für gewöhnliche Hunde keine Versicherungspflicht besteht.

Ich möchte in Graz mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?

Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Bezirk und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. Graz ist dafür gut gelegen: 17 Hundewiesen im Stadtgebiet, dazu Schöckl und Plabutsch direkt vor der Tür.

Kann ich in Graz einen Hund ausleihen oder mieten?

„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie finde ich in Graz einen Hundesitter?

Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde ab, meist 15 bis 25 €, und sie sitzen selten in genau deinem Bezirk. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Graz in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.

Gassi gehen im Tierheim Graz oder Dogsharing – was ist der Unterschied?

Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Bezirk, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.

Loslegen

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