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Hundebetreuung in Saarbrücken: Dogsharing statt Hundesitter

In Saarbrücken findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Stadtteil, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. 47 Prozent der Stadt sind Wald, von fast jeder Wohnung keine zwei Kilometer entfernt: Eine gute Runde kostet hier zwanzig Minuten, keine Anfahrt.

Für iPhone und Android

So geht's

Dogsharing in Saarbrücken: so fängt es an

Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.

  1. Profil anlegen

    Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.

  2. Nachbarschaft ansehen

    Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.

  3. Kennenlernen

    Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.

  4. Betreuung planen

    Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.

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Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.

Warum Dogsharing in Saarbrücken gut funktioniert

Saarbrücken hat den Wald vor der Tür: 47 Prozent der Stadtfläche, von fast jeder Wohnbebauung höchstens zwei Kilometer entfernt. Eine gute Runde ist hier keine Frage von Auto oder Bahn, sondern von zwanzig Minuten Zeit.

Genau das ist die Größenordnung, in der Nachbarschaftshilfe funktioniert – und in der sie ausfällt, wenn niemand da ist. Wer arbeitet, hat diese zwanzig Minuten dreimal am Tag nicht. Jemand aus demselben Stadtteil, der ohnehin in den Wald will, hat sie.

Deshalb muss dabei kein Geld fließen: Beide Seiten bekommen etwas. Dein Hund bekommt die Runde, die sonst ausfällt. Die andere Person bekommt regelmäßig Zeit mit einem Hund, ohne Steuer, ohne Anschaffung, ohne Verpflichtung über zwölf Jahre. Ein bezahlter Gassiservice deckt nur die eine Hälfte ab, und er rechnet pro Runde ab – bei einer Runde, die täglich anfällt, ist das der Punkt, an dem man sie wieder streicht.

Der zweite Punkt ist der Rückruf. In einer Stadt ohne eingezäunte Hundewiesen, in der der Freilauf im offenen Wald stattfindet, entscheidet die Bindung zwischen Hund und Mensch darüber, ob die Leine ab darf. Diese Bindung entsteht nicht bei wechselnder Betreuung, sondern bei derselben Person, jede Woche.

Gassi gehen in Saarbrücken – ohne eigenen Hund

Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.

Saarbrücken ist dafür so gut gelegen wie kaum eine andere deutsche Großstadt. Der Saarkohlenwald im Norden, der Deutsch-Französische Garten im Süden, das Saarufer und der Staden mitten in der Stadt – und der Wald, der überall in Gehweite anfängt und in dem die Leine ab darf.

Was du dabei wissen solltest: Im Wald bist du gemeint, nicht die Halterin – der Hund muss in deinem Einwirkungsbereich bleiben und auf deine Befehle hören. Frag deshalb früh, wie der Rückruf funktioniert und welche Wörter gelten. Frag außerdem nach der Tollwutimpfung: Ohne wirksame Impfung muss der Hund im Wald an der Leine bleiben. Und nimm Tüten mit – in Saarbrücken musst du sie auf Verlangen vorzeigen können.

Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Stadtteil ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Saarbrücken mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.

Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest

Der Rückruf, und zwar auf dich. Im offenen Wald ohne Zaun ist das keine theoretische Frage. Fangt an der Schleppleine an, nicht ohne.

Die Tollwutimpfung. Sie entscheidet in Saarbrücken darüber, ob der Hund im Wald überhaupt frei laufen darf. Ein Blick in den Impfpass, einmal.

Die Haftpflichtversicherung. Das Saarland verlangt sie für gewöhnliche Hunde nicht. Fragt, ob es eine gibt, und wenn ja, ob sie auch greift, wenn eine andere Person den Hund führt.

Wo genau die Anleinpflicht endet. An der Mettlacher Straße liegen Anlein- und Freilaufbereich direkt hintereinander, und vor den St. Arnualer Saarwiesen beginnt Naturschutzgebiet. Einmal gemeinsam abgehen, dann ist es klar.

Die Jahreszeit. In der Brut- und Setzzeit im Frühjahr darf nur unangeleint laufen, wer zuverlässig auf den Wegen bleibt. Wer im März anfängt, plant anders als wer im Oktober anfängt.

Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:

Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.

Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.

Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.

Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.

Hundehaltung in Saarbrücken: was hinter den Zahlen steht

Die Zahl, die den Hundealltag hier am stärksten prägt, ist keine Gebühr, sondern ein Anteil: 47 Prozent der Saarbrücker Stadtfläche sind Wald. Die Stadt schreibt selbst, dass sie damit bundesweit eine Spitzenposition einnimmt – und fügt die Zahl hinzu, auf die es im Alltag ankommt: Der Wald ist von nahezu jeder Wohnbebauung höchstens zwei Kilometer entfernt.

Und im Stadtwald darf der Hund ohne Leine laufen. Das Waldgesetz des Saarlandes enthält, anders als in vielen Bundesländern, keine eigene Leinenregelung. Wer aus Kiel kommt, wo im Wald Leinenpflicht und Wegegebot gelten, oder aus Brandenburg, wo der Wald ebenfalls Leinengebiet ist, erlebt hier das andere Extrem.

Zwei Bedingungen nennt die Stadt dazu, und beide sind konkret. Der Hund muss im Einwirkungsbereich seiner führenden Person bleiben und deren Befehle hören – wieder eine Regel, die nicht die Halterin meint, sondern wer gerade geht. Und: Hunde ohne wirksame Tollwutimpfung müssen angeleint bleiben. Das ist eine Grenzregion-Regel, wie sie sonst nur Genf kennt.

Dazu kommt § 33 des Saarländischen Jagdgesetzes: In der Brut- und Setzzeit im Frühjahr dürfen nur Hunde unangeleint laufen, die zuverlässig im Bereich der Wege bleiben.

Was die Steuersatzung nicht sagt

120 € für den ersten Hund, 168 € für jeden weiteren – Saarbrücken liegt damit im Mittelfeld. Interessanter ist, was fehlt: Die Satzung kennt keinen erhöhten Steuersatz für gefährliche Hunde. Kein Kampfhundezuschlag, keine Rasseliste, nichts.

Bundesweit ist das eine kleine Gruppe: Duisburg und Bochum machen es ebenso, und Erfurt hat seinen Zuschlag zum Juli 2026 gestrichen. Am anderen Ende stehen Städte, die dafür einen vierstelligen Jahresbetrag verlangen.

Das Saarland verlagert das Thema stattdessen ins Ordnungsrecht. Die Polizeiverordnung von 2022 erfasst drei Rassen als widerlegbare Vermutung, verlangt für sie Erlaubnis, Sachkunde, Führungszeugnis, Haftpflicht, Chip, ein Warnschild von mindestens 15 × 21 cm und außerhalb des Grundstücks Leine und Maulkorb. Und sie lässt einen Ausweg, den nicht jedes Land kennt: Ein bestandener Wesenstest befreit von allen Auflagen – alle drei Jahre zu wiederholen.

Für gewöhnliche Hunde verlangt das Land dagegen gar nichts: keine Haftpflicht, keine Sachkunde, keinen Chip. Das ist bequem und hat den bekannten Haken – die Versicherung ist hier nicht selbstverständlich vorhanden.

Wo die Leine trotzdem dran bleibt

In den Grünanlagen und auf den Siedlungs- und Verkehrsflächen gilt Anleinpflicht, geregelt in § 2 Absatz 6 der Grünanlagensatzung. Die Stadt nennt beispielhaft die Stadenanlage, den Netzbachweiher, den Burbacher Waldweiher und den Echelmeyerpark.

Zwei Abschnitte lohnen den genauen Blick, weil sie direkt an Freilaufflächen grenzen: Vom Ende der Mettlacher Straße in Burbach bis auf Höhe des Heizkraftwerks gilt Anleinpflicht – ab derselben Stelle in die andere Richtung, Richtung Völklingen, liegt dagegen eine der beiden ausgewiesenen Freilaufmöglichkeiten. Und vor den St. Arnualer Saarwiesen und den Daarler Wiesen bleibt die Leine dran, weil dort Naturschutzgebiet beginnt.

Beim Hundekot ist Saarbrücken deutlich: Tüten sind immer mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Liegengelassener Kot kostet ab 75 €, auf einem Kinderspielplatz 100 €.

Regeln & Kosten

Hundesteuer, Anleinpflicht und Freilauf in Saarbrücken

Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Saarland. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.

Hundesteuer

120 € für den ersten Hund – und keinen Zuschlag für gefährliche Hunde

Erster Hund
120 € pro Jahr
Jeder weitere
168 € pro Jahr
Gefährliche Hunde
kein erhöhter Satz
Fällig
je zur Hälfte am 1.3. und 1.9.

Die Hundesteuersatzung vom 17. März 2010 gilt seit dem 1. Januar 2011; die Broschüre der Stadt mit Stand 01/2025 bestätigt die Sätze unverändert. Bemerkenswert ist, was in der Satzung fehlt: ein erhöhter Steuersatz für gefährliche Hunde oder Listenhunde kommt darin überhaupt nicht vor. Damit steht Saarbrücken in einer kleinen Gruppe mit Duisburg, Bochum und – seit Juli 2026 – Erfurt; andere Städte rufen für einen solchen Hund vierstellige Beträge auf. Gezahlt wird je zur Hälfte am 1. März und 1. September. Steuerpflichtig ist jeder Hund über drei Monate; wer einen Hund zur Pflege, Verwahrung, auf Probe oder zum Anlernen länger als zwei Monate hält, wird selbst steuerpflichtig. Halbiert wird die Steuer unter anderem für Wachhunde in Gebäuden, die mehr als 300 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt liegen; befreit sind Assistenz- und Blindenführhunde sowie Hunde von Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen B, BL, aG oder H.

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Hundesteuersatzung vom 17.3.2010

Pflichten

Das Saarland regelt nur gefährliche Hunde – und der Wesenstest befreit von allen Auflagen

Haftpflicht
nur für gefährliche Hunde
Sachkunde
nur für gefährliche Hunde
Chip
nur für gefährliche Hunde
Wesenstest
befreit, alle drei Jahre zu wiederholen

Maßgeblich ist die Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden von 2022. Sie erfasst drei Rassen – American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Pit Bull Terrier –, und zwar als widerlegbare Vermutung. Wer einen solchen Hund hält, braucht eine Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde, muss volljährig sein, die Sachkunde nachweisen, ein Führungszeugnis und eine Haftpflichtversicherung vorlegen; der Hund braucht einen Mikrochip, an jedem Zugang ein Warnschild von mindestens 15 × 21 cm mit der Aufschrift „Vorsicht – gefährlicher Hund“ und außerhalb des befriedeten Besitztums Leine und Maulkorb, auch in Treppenhäusern. Ein bestandener Wesenstest bei einer behördlich anerkannten Tierärztin befreit den Hund von allen Auflagen – er muss allerdings alle drei Jahre wiederholt werden. Die Sachkundebescheinigung gilt nur für die geprüfte Person in Verbindung mit genau diesem Hund. Für alle anderen Hunde schreibt das Land weder Haftpflicht noch Sachkunde noch Chip vor: In Saarbrücken gibt es die Versicherung also nicht automatisch.

Quelle: Saarland, Gefährliche Hunde im Saarland

Anleinpflicht

Angeleint in Grünanlagen sowie auf Siedlungs- und Verkehrsflächen

Grünanlagen
anleinen (§ 2 Abs. 6 Grünanlagensatzung)
Straßen und Spielplätze
anleinen
Gaststätten, ÖPNV, Veranstaltungen
anleinen
Hundekot
ab 75 €, auf Spielplätzen 100 €

In den Grünanlagen und auf den Siedlungs- und Verkehrsflächen der Landeshauptstadt gilt Anleinpflicht; Grundlage ist § 2 Absatz 6 der Grünanlagensatzung. Die Stadt nennt beispielhaft die Stadenanlage, den Netzbachweiher, den Burbacher Waldweiher und den Echelmeyerpark, dazu Spielplätze und öffentliche Straßen. Zwei Abschnitte sind gesondert aufgeführt: vom Ende der Mettlacher Straße in Burbach bis auf Höhe des Heizkraftwerks und vor den St. Arnualer Saarwiesen sowie den Daarler Wiesen, die Naturschutzgebiet sind. Angeleint bleibt der Hund außerdem bei öffentlichen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Tüten zur Entfernung des Hundekots müssen beim Gassigehen immer mitgeführt und dem Ordnungsamt auf Verlangen vorgezeigt werden; liegengelassener Kot kostet ab 75 €, auf einem Kinderspielplatz 100 €.

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Hunde in der Stadt (Stand 01/2025)

Freilauf

47 Prozent der Stadtfläche sind Wald – und dort darf der Hund ohne Leine laufen

Waldanteil
47 % der Stadtfläche
Entfernung zum Wald
von fast jeder Wohnbebauung höchstens 2 km
Im Wald
Freilauf im Einwirkungsbereich der führenden Person
Ohne Tollwutimpfung
angeleint

Saarbrücken bezeichnet sich beim Waldanteil als bundesweit führend: 47 Prozent der gesamten Stadtfläche sind Wald, und er ist von nahezu jeder Wohnbebauung höchstens zwei Kilometer entfernt. Im Stadtwald dürfen Hunde frei laufen – das Waldgesetz des Saarlandes enthält, anders als in vielen Bundesländern, keine eigene Leinenregelung. Zwei Bedingungen nennt die Stadt ausdrücklich: Der Hund muss stets im Einwirkungsbereich seiner führenden Person bleiben und deren Befehle hören, und Hunde ohne wirksame Tollwutimpfung müssen angeleint bleiben. Zu beachten ist außerdem § 33 des Saarländischen Jagdgesetzes: In der Brut- und Setzzeit im Frühjahr dürfen nur Hunde unangeleint geführt werden, die zuverlässig im Bereich der Wege bleiben. Außerhalb des Waldes nennt die Stadt zwei weitere Freilaufmöglichkeiten: die Saarwiesen ab dem Ende der Mettlacher Straße in Richtung Völklingen und die Vogelinsel am Staden gegenüber dem Ruderclub.

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Hunde in der Stadt – Freilauf und Wald

Bus und Bahn

Ein Hund fährt mit gültiger saarVV-Fahrkarte kostenlos mit

Erster Hund
kostenlos
Jeder weitere Hund
Kindertarif
Blindenführhunde
immer kostenlos
Leine
Pflicht im Fahrzeug

Bei der Saarbahn und im saarVV fährt ein Hund mit einer gültigen Fahrkarte kostenlos mit; alle weiteren mitgeführten Hunde werden zum Kindertarif befördert. Blindenführhunde und Hunde, die von schwerbehinderten Menschen mit dem Merkzeichen B im Berechtigungsausweis mitgeführt werden, fahren immer kostenlos. Im Fahrzeug bleibt der Hund angeleint – die Stadt nennt öffentliche Verkehrsmittel ausdrücklich in ihrer Aufzählung der Anleinbereiche. Eine generelle Maulkorbpflicht wie in Erfurt, Potsdam oder Linz gibt es hier nicht.

Quelle: Saarbahn, Mitnahmeregelungen

Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.

Vor Ort

Wo Hunde in Saarbrücken frei laufen dürfen

Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.

  • Saarkohlenwald

    Norden, zwischen Dudweiler und Von der Heydt

    Das größte zusammenhängende Waldgebiet der Stadt und der Kern jener 47 Prozent. Freilauf ist hier erlaubt, solange der Hund im Einwirkungsbereich bleibt.

  • Vogelinsel am Staden

    St. Johann, gegenüber dem Ruderclub

    Eine der beiden von der Stadt ausdrücklich genannten Freilaufmöglichkeiten außerhalb des Waldes – und die einzige zentrumsnahe. Rundherum am Staden gilt dagegen Anleinpflicht.

  • Saarwiesen ab der Mettlacher Straße

    Burbach, Richtung Völklingen

    Die zweite genannte Freilauffläche. Achtung auf die Richtung: Vom Ende der Mettlacher Straße bis zur Höhe des Heizkraftwerks gilt umgekehrt Anleinpflicht.

  • Deutsch-Französischer Garten

    Sankt Arnual

    Der große Park an der französischen Grenze. Als Grünanlage bleibt die Leine dran – dafür läuft man lange, ohne eine Straße zu queren.

  • Netzbachweiher

    Dudweiler

    Wasser und Wald direkt nebeneinander. Am Weiher selbst gilt Anleinpflicht, im angrenzenden Wald nicht – ein guter Ort, um beides an einem Nachmittag zu üben.

FAQ

Häufige Fragen zu Dogsharing in Saarbrücken

Was kostet Hundebetreuung in Saarbrücken?

Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung liegt üblicherweise bei 15 bis 25 € pro Gassirunde; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie hoch ist die Hundesteuer in Saarbrücken?

120 € pro Jahr für den ersten Hund und 168 € für jeden weiteren. Einen erhöhten Satz für gefährliche Hunde oder Listenhunde kennt die Saarbrücker Satzung nicht – das ist bundesweit selten. Gezahlt wird je zur Hälfte am 1. März und 1. September. Steuerpflichtig ist jeder Hund über drei Monate.

Wo darf mein Hund in Saarbrücken ohne Leine laufen?

Im Stadtwald – und der ist groß: 47 Prozent der Stadtfläche sind Wald, von fast jeder Wohnbebauung höchstens zwei Kilometer entfernt. Voraussetzung ist, dass der Hund im Einwirkungsbereich der führenden Person bleibt und auf Befehle hört; Hunde ohne wirksame Tollwutimpfung müssen angeleint bleiben. Dazu kommen die Saarwiesen ab dem Ende der Mettlacher Straße Richtung Völklingen und die Vogelinsel am Staden.

Wo gilt in Saarbrücken Anleinpflicht?

In den Grünanlagen sowie auf den Siedlungs- und Verkehrsflächen – unter anderem Stadenanlage, Netzbachweiher, Burbacher Waldweiher und Echelmeyerpark, dazu Spielplätze und öffentliche Straßen. Grundlage ist § 2 Absatz 6 der Grünanlagensatzung. Angeleint bleibt der Hund außerdem bei Veranstaltungen, in Gaststätten und in Bussen und Bahnen.

Ich möchte in Saarbrücken mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?

Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Stadtteil und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. Saarbrücken ist dafür ungewöhnlich gut gelegen: Der Wald beginnt praktisch überall in Gehweite.

Kann ich in Saarbrücken einen Hund ausleihen oder mieten?

„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.

Wie finde ich in Saarbrücken einen Hundesitter?

Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde ab, meist 15 bis 25 €, und sie sitzen selten in genau deinem Stadtteil. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Saarbrücken in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.

Gassi gehen im Tierheim Saarbrücken oder Dogsharing – was ist der Unterschied?

Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Stadtteil, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.

Loslegen

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Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.

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