Hundebetreuung in Winterthur: Dogsharing statt Hundesitter
In Winterthur findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Quartier, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Kostenlos, weil beide Seiten etwas davon haben. Den Theorie- und Praxiskurs des Kantons brauchst du dafür nicht: Er hängt am Halten, nicht am Gassigehen. Und vom Quartier bis zum Waldrand sind es Minuten.
Für iPhone und Android
Dogsharing in Winterthur: so fängt es an
Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.
Profil anlegen
Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.
Nachbarschaft ansehen
Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.
Kennenlernen
Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.
Betreuung planen
Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.
Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.
Hunde und Menschen aus Winterthur
Keine Symbolbilder, sondern ein paar der echten Profile aus der Patzo App. Tipp auf eines. Nach dem Download der App wird es dir direkt angezeigt.
Warum Dogsharing in Winterthur gut funktioniert
Winterthur ist eine Stadt der Quartiere, die alle in denselben Wald münden. Vom Zentrum bis zum Waldrand am Eschenberg oder am Lindberg sind es Minuten – die Entfernung, die anderswo die größte Hürde einer regelmäßigen Betreuung ist, gibt es hier praktisch nicht.
Dazu kommt der Kurs. Seit Juni 2025 muss im Kanton Zürich einen Theorie- und einen Praxiskurs absolvieren, wer einen Hund für mindestens drei Monate hält. Das ist eine sinnvolle Hürde – aber eben eine Hürde, und sie trifft genau die Menschen, die mit einem Hund liebäugeln und noch nie einen hatten. Beim Dogsharing entfällt sie: Wer mit dem Hund einer anderen Person spazieren geht, hält ihn nicht, und die Pflicht hängt am Halten.
Für die Halterseite ist das die Hälfte, die fehlt. Ein Hund, der zwischen acht und achtzehn Uhr allein in der Wohnung liegt, bekommt seine Bewegung nur, wenn jemand einspringt – und bezahlte Betreuung bucht man zu Schweizer Preisen für die Ferien, nicht für den Mittwochnachmittag.
Beim Dogsharing gibt es diese Rechnung nicht, weil beide Seiten etwas davon haben: Dein Hund bekommt seine Runde, die andere Person die regelmäßige Zeit mit einem Hund, ohne Steuer, ohne Anschaffung, ohne Verpflichtung über zwölf Jahre.
Gassi gehen in Winterthur – ohne eigenen Hund
Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Quartier, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.
Praktisch ist Winterthur dafür fast ideal ausgestattet. Es gibt keine Hundezonen, in die man erst fahren müsste – es gibt Wald, und der beginnt am Ende der Buslinie. Und weil im ZVV der Hund von jeder Person begleitet werden darf, nicht nur von der Halterin oder dem Halter, ist auch die Anreise kein Sonderfall.
Was du dabei wissen solltest: Von April bis Juli gilt die Leinenpflicht im Wald auch für dich, und sie reicht 50 Meter über den Waldrand hinaus. Ein Verstoß kostet 60 Franken, und kontrolliert wird nicht nur von der Polizei, sondern auch von Wildhüter:innen und Ranger:innen. Einen Kurs brauchst du nicht – die kantonale Ausbildungspflicht knüpft ausdrücklich an das Halten eines Hundes an, nicht an das Führen.
Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Quartier ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Winterthur mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.
Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest
Die Haftpflichtversicherung. Im Kanton Zürich ist sie über mindestens eine Million Franken Pflicht, und die Einwohnerkontrolle darf sie sich zeigen lassen. Sie besteht also mit Sicherheit. Die Frage ist nur, ob sie auch greift, wenn eine andere Person den Hund führt – und die beantwortet ein Anruf bei der Versicherung, nicht die Police im Ordner.
Die Drei-Monats-Grenze. Sie zieht sich durch das ganze Zürcher Hunderecht: Die Kurspflicht greift ab drei Monaten Haltung, die Abgabe entfällt, wenn sich der Hund weniger als drei Monate im Kanton aufhält. Gemeinsame Runden, ein verlängertes Wochenende oder zwei Wochen Ferienvertretung liegen alle klar darunter. Wer einen Hund dauerhaft übernimmt, ist dagegen Halter:in – und muss das binnen zehn Tagen bei der Einwohnerkontrolle und bei AMICUS melden.
Der Kalender. Zwischen dem 1. April und dem 31. Juli sieht ein Spaziergang in Winterthur anders aus als im Rest des Jahres. Wenn ihr die Betreuung im Frühling beginnt, lohnt es sich, die erste Runde bewusst außerhalb des Waldes zu planen – nicht wegen der Buße, sondern weil ein Hund, der sonst frei läuft, an der Leine ein anderer Hund ist.
Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:
Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.
Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.
Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.
Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.
Hundehaltung in Winterthur: was hinter den Zahlen steht
Wer die Winterthurer Vorschriften für Hundehalter:innen sucht, findet erstaunlich wenig – und das ist die Regel, nicht eine Lücke. Die Allgemeine Polizeiverordnung der Stadt enthält keine einzige Hundebestimmung: keine Leinenpflicht in den Parks, kein Hundeverbot auf Spielplätzen, keine ausgewiesenen Hundezonen. Die Stadt verweist auf das kantonale Hundegesetz und die kantonale Hundeverordnung und regelt selbst nur, was sie kassiert.
Der Unterschied zu Zürich, 25 Kilometer weiter im selben Kanton, könnte kaum größer sein. Dort sind seit 2020 72 Gebiete in fünf Kategorien beschildert, vom generellen Leinengebot bis zur Hundeverbotszone. In Winterthur gilt: Wo kein Schild steht, darf der Hund laufen.
Nur bezahlt wird mehr. 190 Franken kostet der Hund hier im Jahr – 160 an die Stadt, 30 an den Kanton. Die Stadt Zürich kommt bei gleichem Kantonsbeitrag auf weniger. Die teurere der beiden ist also die mit den lockereren Regeln.
Die eine harte Grenze ist der Wald. Vom 1. April bis 31. Juli gehört jeder Hund im Wald und bis 50 Meter davor an die Leine, und weil Winterthur von Wald umgeben ist, betrifft das den Großteil der schönen Runden. Die Jagdgesellschaften stellen dafür eigens Infotafeln auf, und der Rechnung für die Hundeabgabe liegt ein Flugblatt bei.
Hundeabgabe, Leinenpflicht und Freilauf in Winterthur
Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Kanton Zürich. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.
Hundeabgabe
190 CHF pro Jahr – 160 an die Stadt, 30 an den Kanton
- Gemeindeabgabe
- 160 CHF pro Jahr
- Kantonsbeitrag
- 30 CHF pro Jahr
- Meldegebühr
- 20 CHF einmalig
- Zuzug nach dem 30.6.
- halbe Abgabe
Die Abgabe besteht aus zwei Teilen: 160 CHF an die Stadt und 30 CHF Kantonsbeitrag nach § 23 Abs. 2 des kantonalen Hundegesetzes. Zusammen sind das 190 CHF je Hund und Jahr, mehr als in der Stadt Zürich. Dazu kommt eine einmalige Meldegebühr von 20 CHF bei jeder Neuanmeldung und bei jedem Halterwechsel; wer verspätet meldet, zahlt bis zu 40 CHF. Wer den Hund nach dem 30. Juni anschafft oder zuzieht, zahlt im ersten Jahr die Hälfte. Ganz befreit sind Blindenführ-, Therapie- und Diensthunde sowie Härtefälle mit Sozialhilfe, Zusatzleistungen oder IV – und ein Hund, der sich weniger als drei Monate im Kanton Zürich aufhält.
Quelle: Stadt Winterthur, Merkblatt Hundewesen – Gebühren (PDF)
Pflichten
Theorie- und Praxiskurs für alle, die einen Hund länger als drei Monate halten
- Anmeldung
- binnen 10 Tagen, ab 3 Monaten
- Haftpflicht
- mind. 1 Mio. CHF
- Chip und AMICUS
- Pflicht
- Praxiskurs
- binnen 12 Monaten
Die Kurspflicht der neuen kantonalen Hundegesetzgebung trifft nach § 7 der Hundeverordnung jede Person, die in einer Zürcher Gemeinde niedergelassen ist und einen Hund für mindestens drei Monate hält. Vom Theorieteil befreit ist, wer in den letzten zehn Jahren schon einmal mindestens sechs Monate am Stück einen Hund gehalten hat; der Praxisteil beginnt frühestens nach dem sechsten Lebensmonat des Hundes und muss zwölf Monate nach Beginn der Haltung oder nach dem Zuzug abgeschlossen sein. Die Verordnung setzt auch die Bußen: bis 3.000 CHF für einen Verstoß gegen die Leinenpflicht, bis 2.000 CHF, wenn die Ausbildung nicht absolviert wird, bis 1.000 CHF ohne Haftpflichtversicherung.
Quelle: Kantonale Hundeverordnung (HuV), Fassung ab 1.7.2025 (PDF)
Leinenpflicht
Im Wald vom 1. April bis 31. Juli – sonst nirgends in der Stadt
- Wald und Waldrand
- 1. April bis 31. Juli
- Waldrand
- bis 50 m Entfernung
- Leinenlänge
- nicht reglementiert
- Ordnungsbuße
- 60 CHF
Während der Brut- und Setzzeit gehören Hunde im Wald und bis 50 Meter davor an die Leine; wie lang sie ist, schreibt niemand vor. Kontrolliert wird von Polizei, Wildhüter:innen, Ranger:innen und der jagdlichen Revieraufsicht, ein Verstoß kostet 60 CHF. Ausgenommen sind Jagd-, Rettungs- und Diensthunde im Einsatz sowie ausbruchsicher eingezäunte Flächen im Wald. Außerhalb dieser vier Monate hat Winterthur keine eigene Leinenpflicht – die Allgemeine Polizeiverordnung der Stadt enthält überhaupt keine Hundebestimmungen. Es bleibt das kantonale Hundegesetz: Leine im öffentlichen Verkehr, an Bahnhöfen und Haltestellen, auf verkehrsreichen Straßen und überall dort, wo es signalisiert ist.
Quelle: Stadt Winterthur, Achtung Brut- und Setzzeit (25.3.2026)
Freilauf
Keine ausgewiesenen Hundezonen – der Wald ist die Auslauffläche
- Ausgewiesene Hundezonen
- keine
- Stadtwälder
- Eschenberg und Lindberg
- Wildpark Bruderhaus
- nur an kurzer Leine
- Hundeschulen im Wildpark
- nicht erlaubt
Winterthur teilt seine Grünflächen nicht in Hundezonen ein – anders als die Stadt Zürich 25 Kilometer weiter, die 72 Gebiete in fünf Kategorien beschildert hat. Wo nichts signalisiert ist, darf der Hund außerhalb der Brut- und Setzzeit frei laufen, solange er unter Kontrolle bleibt. Das macht die Stadtwälder zur eigentlichen Auslauffläche. Eine Ausnahme steht auf der städtischen Wildpark-Seite: Im Wildpark Bruderhaus auf dem Eschenberg dürfen Privatpersonen ihren Hund nur an kurzer Leine mitführen, und Trainingslektionen von Hundeschulen sind dort ganz untersagt, weil Hundebesuche die Wildparktiere stark belasten.
Quelle: Stadt Winterthur, Hundewesen
Bus und Bahn
Bis 30 cm Schulterhöhe im Behältnis gratis – sonst ein Billett zum halben Preis
- Bis 30 cm im Behältnis
- kostenlos
- Größere Hunde
- halber Preis
- Regelmäßig unterwegs
- Hundeabo
- Leine
- im ÖV vorgeschrieben
Winterthur liegt im ZVV, also gilt dieselbe Regel wie in Zürich: Hunde bis 30 cm Schulterhöhe fahren gratis mit, wenn sie in einer Tasche, einem Korb oder einem ähnlichen Behältnis transportiert werden. Alle anderen brauchen ein eigenes Billett zum halben Preis; wer regelmäßig mit Hund unterwegs ist, nimmt ein Hundeabo. Im öffentlichen Verkehr, an Bahnhöfen und an Haltestellen schreibt das kantonale Hundegesetz die Leine vor. Wichtig fürs Dogsharing: Der Hund darf auch von einer anderen Person als der Halterin oder dem Halter begleitet werden.
Quelle: ZVV, Abos für Hunde
Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.
Wo Hunde in Winterthur frei laufen dürfen
Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.
Eschenbergwald
Südlich der Stadt
Der große Stadtwald mit dem Eschenbergturm. Außerhalb der Brut- und Setzzeit ohne Leine, von April bis Juli angeleint – und das gilt auch noch 50 Meter vor dem Waldrand.
Wildpark Bruderhaus
Auf dem Eschenberg
Mitten im Eschenbergwald und für Hunde offen, aber ausschließlich an kurzer Leine. Hundeschulen dürfen dort nicht trainieren.
Tössufer zwischen Wülflingen und Sennhof
Entlang des Flusses
Der lange, flache Weg am Wasser durch die halbe Stadt. Keine Leinenpflicht, aber streckenweise nah am Wald – dann gilt sie von April bis Juli doch.
Lindbergwald
Nördlich des Zentrums
Der Wald über Oberwinterthur und dem Zentrum, zu Fuß aus der Altstadt erreichbar. Dieselbe Waldregel wie am Eschenberg.
Stadtpark
Beim Kunstmuseum
Die zentrale Parkanlage. Ohne Signalisation gilt hier keine Leinenpflicht – auf den Schildern am Eingang steht, ob das für die jeweilige Fläche so bleibt.
Häufige Fragen zu Dogsharing in Winterthur
Was kostet Hundebetreuung in Winterthur?
Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung liegt in der Schweiz üblicherweise bei 20 bis 35 CHF pro Gassirunde; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie hoch ist die Hundeabgabe in Winterthur?
190 CHF pro Hund und Jahr – 160 CHF Gemeindeabgabe plus 30 CHF Kantonsbeitrag. Dazu kommt eine einmalige Meldegebühr von 20 CHF bei jeder Neuanmeldung und bei jedem Halterwechsel. Wer den Hund erst nach dem 30. Juni anschafft oder zuzieht, zahlt im ersten Jahr die Hälfte. Ein Hund, der sich weniger als drei Monate im Kanton aufhält, ist ganz befreit.
Wo gilt in Winterthur Leinenpflicht?
Vom 1. April bis 31. Juli im Wald und bis 50 Meter vor dem Waldrand – dort kostet ein Verstoß 60 CHF Ordnungsbuße. Sonst hat die Stadt keine eigene Leinenpflicht; ihre Allgemeine Polizeiverordnung enthält gar keine Hundebestimmungen. Aus dem kantonalen Hundegesetz bleibt die Leine im öffentlichen Verkehr, an Bahnhöfen und Haltestellen, auf verkehrsreichen Straßen und überall dort, wo es angeschrieben ist.
Brauche ich in Winterthur einen Hundekurs?
Wenn du einen Hund für mindestens drei Monate hältst, ja: Der Kanton Zürich verlangt seit Juni 2025 einen Theorie- und einen Praxiskurs. Vom Theorieteil befreit ist, wer in den letzten zehn Jahren schon einmal mindestens sechs Monate am Stück einen Hund gehalten hat. Wer mit dem Hund einer anderen Person spazieren geht, braucht keinen Kurs – die Pflicht hängt am Halten, nicht am Führen.
Ich möchte in Winterthur mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?
Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Quartier und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. Die Stadtwälder am Eschenberg und am Lindberg beginnen dort, wo der Bus endet – weiter musst du für die Runde nicht.
Kann ich in Winterthur einen Hund ausleihen oder mieten?
„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie finde ich in Winterthur einen Hundesitter?
Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde ab, meist 20 bis 35 CHF, und sie sitzen selten in genau deinem Quartier. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Winterthur in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.
Gassi gehen im Tierheim Winterthur oder Dogsharing – was ist der Unterschied?
Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Quartier, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.
Schau, wer in Winterthur schon dabei ist
Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.
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