Hundebetreuung in Basel: Dogsharing statt Hundesitter
In Basel findest du mit der Patzo App jemanden aus deinem Quartier, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht – oder einen Hund, mit dem du Zeit verbringst. Bezahlt wird dabei nichts, weil beide Seiten etwas davon haben. In einem Kanton, der klein und teuer ist, zählt das: Der tägliche Auslauf ist Pflicht, muss aber nichts kosten – und wer selbst keinen Hund halten kann, verbringt trotzdem regelmäßig Zeit mit einem.
Für iPhone und Android
Dogsharing in Basel: so fängt es an
Organisiert wird das über die Patzo App – kostenlos, für iPhone und Android. Du siehst darin Hunde und Menschen aus deiner Umgebung, nach Entfernung sortiert, und entscheidest selbst, wen du kennenlernen willst.
Profil anlegen
Erzähl, wer du bist, wie viel Zeit du hast und was du dir vorstellst. Hundehalter:innen legen zusätzlich ein Profil für ihren Hund an.
Nachbarschaft ansehen
Du siehst Hunde und Menschen aus deiner Umgebung. Interessiert ihr euch beide füreinander, entsteht ein Match.
Kennenlernen
Schreibt euch, trefft euch, geht die erste Runde zusammen. Ohne Verpflichtung – und ohne dass am ersten Tag schon jemand allein mit dem Hund losziehen muss.
Betreuung planen
Wird daraus Vertrauen, plant ihr feste Zeiten in der App: den Mittwochs-Spaziergang, den Bürotag, die Urlaubswoche.
Profil, Matching, Chat und Betreuungsplanung kosten nichts.
Hunde und Menschen aus Basel
Keine Symbolbilder, sondern ein paar der echten Profile aus der Patzo App. Tipp auf eines. Nach dem Download der App wird es dir direkt angezeigt.
Warum Dogsharing in Basel gut funktioniert
In Basel klemmt es beim täglichen Auslauf, den das Bundesrecht ausdrücklich verlangt. Der Kanton ist klein, dicht bebaut und teuer – viele Menschen arbeiten weit weg und lange, und die Hundeareale liegen am Stadtrand. An Werktagen ist die Runde damit für manche Haushalte realistisch kaum zu schaffen.
Genau da setzt Dogsharing an, und zwar nicht als Komfort, sondern als Lösung eines konkreten Problems: Jemand aus demselben Quartier, der ohnehin Zeit hat, geht die Runde, die sonst ausfallen würde.
Dass dabei kein Geld fließt, ist kein Nebenaspekt. Eine bezahlte Betreuung rechnet pro Runde ab, und was täglich anfällt, wird dadurch schnell zu einem Posten, den man sich lieber spart – ausgerechnet bei der Runde, die jeden Tag stattfinden müsste. Beim Dogsharing gibt es diesen Rechenschritt nicht, weil beide Seiten etwas bekommen: der Hund seinen Auslauf, die andere Person Zeit mit einem Hund, die sie in einer Stadt mit diesen Mieten sonst nicht hätte.
Dazu kommt, dass Basel keine generelle Leinenpflicht kennt. Wo die Leine ab darf, entscheidet damit nicht ein Schild, sondern der Rückruf – und der entsteht nur, wenn dieselbe Person regelmäßig mit demselben Hund unterwegs ist. Eine Betreuung, die alle zwei Wochen wechselt, lässt die Leine sicherheitshalber dran, zu Recht.
Gassi gehen in Basel – ohne eigenen Hund
Die andere Hälfte von Dogsharing sind Menschen ohne eigenen Hund, die regelmäßig Zeit mit einem verbringen wollen. Der übliche Weg dahin ist der Gassidienst im Tierheim – sinnvoll, aber anders: wechselnde Hunde, die Zeiten der Einrichtung, wenig Kontinuität. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Quartier, und die Zeiten macht ihr unter euch aus.
Basel ist dafür kompakt und abwechslungsreich: die Lange Erlen im Nordosten mit weiten Wiesen an der Wiese, die Rheinuferpromenade vom Wettstein bis zum Dreiländereck, das Bruderholz im Süden, dazu die Wälder gleich hinter der Kantonsgrenze. Für Hunde über 30 cm Schulterhöhe braucht es in Tram und Bus ein ermäßigtes Billett.
Was du dabei wissen solltest: Ab 22 Uhr gilt die kurze Leine, und von April bis Juli im Wald ohnehin. Auf Spielplätze, Friedhöfe und Badestellen darf der Hund gar nicht mit. Und wenn eure Runde über die Kantonsgrenze führt – nach Allschwil, Binningen oder nach Deutschland und Frankreich hinüber –, gelten dort andere Regeln als in Basel-Stadt. Das ist in einer Dreiländerstadt schneller passiert, als man denkt.
Der erste Schritt ist klein: Profil anlegen, Hunde aus deinem Quartier ansehen, schreiben. Es kostet dich nichts und die Halterin auch nicht, weil beide Seiten etwas davon haben. Und auf der anderen Seite gibt es in Basel mehr Menschen, als du denkst, deren Hund den halben Tag allein ist und die genau darauf warten, dass sich jemand meldet.
Was du vor der ersten gemeinsamen Runde klären solltest
Wann geht ihr? In Basel ist die Uhrzeit ein Rechtsbegriff: Ab 22 Uhr gilt die kurze Leine. Für Abendrunden ist das die erste Information.
Wo endet Basel-Stadt? Der Kanton ist klein, und viele der schönsten Wälder liegen schon im Baselbiet oder jenseits der Landesgrenze. Klärt, welche Runde noch unter die Basler Regeln fällt.
Die Haftpflichtversicherung. Fragt danach – und vor allem, ob sie auch greift, wenn eine andere Person den Hund führt.
Wie viel Auslauf braucht der Hund wirklich? Der tägliche Auslauf ist in der Schweiz vorgeschrieben, und die ehrliche Antwort auf diese Frage ist der eigentliche Grund, warum ihr euch schreibt.
Das andere sind die Dinge, die in keiner Verordnung stehen und trotzdem darüber entscheiden, ob es funktioniert:
Wie ihr anfangt. Die erste Runde geht ihr zusammen, die zweite auch. Erst wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, geht die zweite Person allein los. Dafür gibt es keine Frist.
Zeiten, Übergabe, Futter. Welche Runden sind verbindlich, und wie sagt man ab? Eine Verabredung, die niemand absagen darf, hält keine drei Wochen. Wo holst du den Hund ab – und wenn er mit zu dir nach Hause oder ins Büro kommt, ist er dort entspannt? Dazu das Kleine: welche Leine, welche Kommandos, was er fressen darf und was auf keinen Fall.
Der Fall, den niemand plant. Welche Tierarztpraxis wird im Notfall angefahren, wer darf entscheiden, wer übernimmt die Rechnung. Ein Satz dazu vorher spart im Ernstfall eine halbe Stunde.
Wie ihr wieder aufhört. Beide dürfen jederzeit sagen, dass es nicht passt – ohne Begründung. Genau das macht es leicht, überhaupt anzufangen.
Hundehaltung in Basel: was hinter den Zahlen steht
Basel-Stadt geht einen anderen Weg als die deutschen Nachbarstädte: Eine generelle Leinenpflicht gibt es nicht. Stattdessen gibt es eine Liste von Situationen – und eine Uhrzeit.
Angeleint wird an der kurzen Leine zwischen 22 und 6 Uhr, in Restaurants, in Tram und Bus, auf stark frequentierten Straßen und Plätzen, auf Märkten und überall dort, wo ein Schild es verlangt. Die nächtliche Leinenpflicht ist die Regel, an der Zugezogene am häufigsten hängenbleiben.
Dazu kommt die Brut- und Setzzeit: Vom 1. April bis 31. Juli gilt in Wäldern und Waldesnähe Leinenpflicht, zum Schutz der Wildtiere. Vier von zwölf Monaten also – kein Detail, sondern ein Drittel des Jahres.
Und es gibt echte Verbotszonen: Kinderspielplätze, Friedhöfe, öffentliche Badestellen und Lebensmittelgeschäfte sind für Hunde tabu. Das kostet sonst 100 CHF.
Der Kanton hat 2025 zwei Dinge geändert, die sich gut ergänzen. Seit dem 1. April 2025 ist der „Basiskurs Mensch & Hund Basel-Stadt“ für Neuhundehaltende Pflicht: acht Praxislektionen, keine Prüfung, zwölf Monate Frist. Der Bund hatte die Kurspflicht 2016 abgeschafft; Basel führte sie wieder ein, nachdem die Zahl der Bissverletzungen gestiegen war. Gleichzeitig verschwand die metallene Hundemarke – überholt, weil jeder Hund ohnehin gechipt und in AMICUS registriert ist.
Bei der Steuer lohnt der Blick auf die Gemeinde: 160 CHF in Basel, 150 in Riehen, 120 in Bettingen. Der zweite Hund kostet jeweils das Doppelte.
Die vielleicht wichtigste Aussage steht aber nicht in der Hundeverordnung, sondern im Tierschutzrecht des Bundes: Täglicher Auslauf ist Pflicht. Der Kanton führt genau das als Grund für seine Hundeareale an. Ein Hund, der nicht täglich raus kann, wird nicht artgerecht gehalten.
Hundesteuer, Leinenpflicht und Freilauf in Basel
Die Regeln kommen teils von der Stadt, teils vom Land Basel-Stadt. Jede Angabe unten ist mit ihrer Quelle verlinkt – bitte dort gegenprüfen, bevor du dich darauf verlässt.
Hundesteuer
160 CHF in Basel – und der zweite Hund kostet das Doppelte
- Basel
- 160 CHF pro Jahr
- Riehen
- 150 CHF pro Jahr
- Bettingen
- 120 CHF pro Jahr
- Ab dem zweiten Hund
- doppelter Ansatz
Der Kanton Basel-Stadt besteht aus drei Gemeinden, und jede hat ihren eigenen Ansatz: 160 CHF in der Stadt Basel, 150 CHF in Riehen, 120 CHF in Bettingen. Der zweite und jeder weitere Hund kostet jeweils das Doppelte. Wer Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe bezieht, erhält eine Ermäßigung von 70 % – allerdings nur für den ersten Hund im Haushalt. Angemeldet wird innerhalb von zehn Tagen nach der Übernahme beim Kantonalen Veterinäramt; die Rechnung kommt per Post oder eBill. Bei rechtzeitiger Abmeldung wird die Steuer anteilig zurückerstattet, abzüglich 15 CHF Bearbeitungsgebühr.
Quelle: Kanton Basel-Stadt, Hund anmelden und Hundesteuer bezahlen
Pflichten
Seit 1. April 2025 ist der Basiskurs Pflicht – die Hundemarke dafür Geschichte
- Basiskurs
- Pflicht für Neuhundehaltende
- Umfang
- 8 Praxislektionen, ohne Prüfung
- Frist
- 12 Monate ab Anschaffung
- Hundemarke
- abgeschafft
Basel-Stadt hat die Kurspflicht wieder eingeführt, die der Bund 2016 landesweit abgeschafft hatte – Anlass waren zunehmende Vorfälle mit aggressiven Hunden und Bissverletzungen. Seit dem 1. April 2025 müssen Neuhundehaltende den „Basiskurs Mensch & Hund Basel-Stadt“ absolvieren: acht Praxislektionen mit theoretischen Anteilen, ohne Prüfung, zu absolvieren innerhalb von zwölf Monaten nach der Anschaffung. Der Hund muss bei Kursbeginn mindestens vier Monate alt sein. Wer schon früher einen Hund gehalten hat, ist befreit. Mit derselben Revision wurde die metallene Hundemarke abgeschafft: Im Zeitalter des Mikrochips hielt die Regierung sie für überholt, weil ohnehin jeder Hund gechipt und in der nationalen Datenbank AMICUS registriert ist. Bei Schweizer Welpen beginnt die Chipnummer mit 756, importierte Hunde sind binnen zehn Tagen zu registrieren.
Quelle: Kanton Basel-Stadt, Revision der Hundeverordnung in zwei Punkten
Leinenpflicht
Keine generelle Leinenpflicht – aber nachts, im Wald im Frühling und überall dort, wo ein Schild steht
- Zwischen 22 und 6 Uhr
- kurze Leine
- 1. April bis 31. Juli
- Leine im Wald
- Tram, Bus, Restaurants
- anleinen
- Spielplätze und Friedhöfe
- Hundeverbot, 100 CHF
Eine flächendeckende Leinenpflicht gibt es in Basel-Stadt nicht. Angeleint – und zwar an der kurzen Leine – wird zwischen 22 und 6 Uhr, in Restaurants, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf stark frequentierten Straßen und Plätzen, auf Märkten und überall dort, wo ein Schild darauf hinweist. Dazu kommt die Brut- und Setzzeit: Vom 1. April bis zum 31. Juli gilt in Wäldern und in Waldesnähe Leinenpflicht, um Wildtiere zu schützen. Ganz verboten sind Hunde auf Kinderspielplätzen, auf Friedhöfen, an öffentlichen Badestellen und in Lebensmittelgeschäften sowie überall dort, wo ein Verbotsschild steht – ein Verstoß kostet 100 CHF. Die nächtliche Leinenpflicht ist die Regel, die Zugezogene am häufigsten überrascht: Wer den Hund um 22.15 Uhr noch einmal hinauslässt, leint an.
Freilauf
Hundeareale am Stadtrand – und täglicher Auslauf ist Bundesrecht
- Karte
- geo.bs.ch/hundesignalisation
- Einzäunung
- teils ja, teils nein
- Lage
- überwiegend am Stadtrand
- Täglicher Auslauf
- Tierschutzrecht des Bundes
Basel-Stadt weist Hundeareale aus, in denen angemessener Freilauf möglich ist; manche sind eingezäunt, andere nicht. Weil das Kantonsgebiet klein und dicht bebaut ist, liegen sie überwiegend am Stadtrand und in den umliegenden Gemeindegebieten. Der Kanton veröffentlicht sie nicht als Liste, sondern als interaktive Karte unter geo.bs.ch/hundesignalisation – dort steht auch, wo Leinenpflicht oder Hundeverbot signalisiert ist. Bemerkenswert ist die Begründung, die der Kanton dafür nennt: Täglicher Auslauf ist keine Freundlichkeit, sondern eine Vorgabe des eidgenössischen Tierschutzrechts. Ein Hund, der ihn nicht bekommt, wird nicht artgerecht gehalten. Wer regelmäßig mit einem Hund unterwegs ist, hilft also nicht nur aus – er sorgt mit dafür, dass eine gesetzliche Anforderung überhaupt erfüllbar bleibt.
Quelle: Kanton Basel-Stadt, Hundeareale
Tram und Bus
Ab 30 cm Schulterhöhe braucht der Hund ein ermäßigtes Billett
- Über 30 cm
- ermäßigtes Billett 2. Klasse
- Bis 30 cm im Behälter
- kostenlos
- Abo
- Hunde-U-Abo, Monat oder Jahr
- Leine
- im Fahrzeug Pflicht
Im Tarifverbund Nordwestschweiz und damit in den Trams und Bussen von BVB und BLT gilt die Schweizer Standardregel: Kleine Tiere bis 30 cm Schulterhöhe fahren in einer Transportbox, einem Korb oder einem anderen tiergerechten Behälter kostenlos mit – werden sie unterwegs herausgenommen, ist für jedes ein ermäßigtes Billett der 2. Klasse zu lösen. Für Hunde über 30 cm Schulterhöhe gilt der ermäßigte Fahrpreis, und für Vielfahrende gibt es ein Hunde-U-Abo für einen Monat oder ein Jahr. Im Fahrzeug ist der Hund anzuleinen; die baselstädtische Leinenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt unabhängig vom Billett.
Quelle: TNW Tarifverbund Nordwestschweiz, Allgemeine Hinweise
Stand: 08/2026. Wir prüfen diese Angaben regelmäßig – verbindlich ist immer die jeweils verlinkte Quelle.
Wo Hunde in Basel frei laufen dürfen
Eine Auswahl der Flächen, die sich lohnen – mit dem, was du vorher wissen solltest.
Lange Erlen
Riehen und Kleinbasel
Die große grüne Lunge im Nordosten, an der Wiese gelegen, mit Tierpark und weiten Wiesenflächen. Für lange Runden die erste Adresse der Stadt – von April bis Juli gilt in Waldesnähe die Leine.
Rheinuferpromenade
Kleinbasel, von der Wettsteinbrücke bis zum Dreiländereck
Der Klassiker für die tägliche Runde. Stark frequentiert und damit Leinenzone, dafür flach, lang und zu jeder Tageszeit belebt.
Bruderholz
Süden der Stadt
Höhenrücken über der Stadt mit Feldern, Alleen und Aussicht. Ruhiger als das Rheinufer und aus dem Gundeli oder Neubad gut zu Fuß erreichbar.
Schützenmattpark
St. Johann und Iselin
Innerstädtischer Park im Westen. Achtet auf die Signalisation – wo ein Schild Leinenpflicht oder Hundeverbot anzeigt, gilt es, und der Kinderspielplatz ist in jedem Fall tabu.
Allschwiler Wald
Westlich, bereits Baselland
Der größte Wald im Umland, direkt an der Kantonsgrenze. Wichtig: Außerhalb von Basel-Stadt gelten die Regeln des jeweiligen Kantons – im Baselbiet also andere als hier.
Häufige Fragen zu Dogsharing in Basel
Was kostet Hundebetreuung in Basel?
Beim Dogsharing nichts. Ihr seid Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – kein Stundensatz, keine Vermittlungsgebühr. Bezahlte Betreuung wird üblicherweise pro Stunde abgerechnet; dieser Kostenblock entfällt, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie hoch ist die Hundesteuer in Basel?
160 CHF pro Jahr in der Stadt Basel, 150 CHF in Riehen und 120 CHF in Bettingen. Der zweite und jeder weitere Hund kostet jeweils das Doppelte. Bei Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe gibt es 70 % Ermäßigung, allerdings nur für den ersten Hund im Haushalt. Angemeldet wird innerhalb von zehn Tagen beim Kantonalen Veterinäramt.
Gibt es in Basel eine Leinenpflicht?
Keine generelle. Angeleint wird zwischen 22 und 6 Uhr, in Restaurants, in Tram und Bus, auf stark frequentierten Straßen und Plätzen, auf Märkten und überall dort, wo ein Schild darauf hinweist. Vom 1. April bis 31. Juli kommt die Leinenpflicht in Wäldern und Waldesnähe dazu, zum Schutz der Wildtiere. Auf Kinderspielplätzen, Friedhöfen, an öffentlichen Badestellen und in Lebensmittelgeschäften sind Hunde ganz verboten – das kostet sonst 100 CHF.
Muss ich in Basel einen Hundekurs machen?
Wenn du zum ersten Mal einen Hund hältst, ja. Seit dem 1. April 2025 ist der „Basiskurs Mensch & Hund Basel-Stadt“ Pflicht: acht Praxislektionen ohne Prüfung, zu absolvieren innerhalb von zwölf Monaten nach der Anschaffung, mit einem Hund von mindestens vier Monaten. Wer bereits früher einen Hund gehalten hat, ist davon befreit. Die alte Hundemarke aus Metall wurde mit derselben Revision abgeschafft.
Ich möchte in Basel mit einem Hund Gassi gehen, habe aber keinen eigenen. Geht das?
Ja, genau dafür ist Dogsharing gemacht. Du legst ein Profil an, siehst Hunde aus deinem Quartier und meldest dich bei denen, die zu dir passen. Anders als beim Gassidienst im Tierheim gehst du nicht mit wechselnden Hunden, sondern baust eine Verbindung zu einem bestimmten Hund auf. In Basel hat das noch einen zweiten Grund: Täglicher Auslauf ist im Schweizer Tierschutzrecht vorgeschrieben – wer regelmäßig mitgeht, hilft, ihn überhaupt möglich zu machen.
Kann ich in Basel einen Hund ausleihen oder mieten?
„Ausleihen“ trifft es nicht: Ein Hund ist kein Gegenstand, und niemand übergibt ihn an Fremde. Was es gibt, ist eine feste Verbindung zu einem Hund aus deiner Nachbarschaft – erst kennenlernen, dann gemeinsame Runden, dann auch mal allein. Es fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben.
Wie finde ich in Basel einen Hundesitter?
Es gibt zwei Wege. Bezahlte Hundesitter und Gassiservices findest du über die üblichen Portale; sie rechnen pro Runde zu Basler Preisen ab und sitzen selten in genau deinem Quartier. Der zweite Weg ist Dogsharing: jemand aus deiner Nachbarschaft, der regelmäßig mit deinem Hund rausgeht, weil er selbst gern Zeit mit einem Hund verbringt. Dabei fließt kein Geld, weil beide Seiten etwas davon haben. Und weil es in Basel in fast jeder Straße Menschen gibt, die gern mit einem Hund unterwegs wären, ist die Chance groß, dass jemand davon zu Fuß bei euch ist – anders als bei einem Dienstleister, von dem es in der ganzen Stadt eine Handvoll gibt.
Gassi gehen im Tierheim Basel oder Dogsharing – was ist der Unterschied?
Beides ist sinnvoll, aber es ist nicht dasselbe. Im Tierheim gehst du meist nach einer Einführung mit wechselnden Hunden und zu den Zeiten der Einrichtung. Beim Dogsharing ist es derselbe Hund aus deinem Quartier, und die Zeiten macht ihr unter euch aus. Für den Hund bedeutet das Kontinuität statt wechselnder Menschen, für dich eine echte Bindung statt einer Schicht. Geld fließt in beiden Fällen keines.
Schau, wer in Basel schon dabei ist
Dogsharing organisierst du über die Patzo App: Profil anlegen, Nachbarschaft ansehen, entscheiden. Ohne Abo.
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